Frau stiehlt Koffer, als Zug in Schwerte hält

Polizei veröffentlicht Fahndungsfotos

Im Mai, die Eurobahn aus Venlo auf dem Weg nach Hamm hält in Schwerte, eine Frau schnappt sich den Koffer einer anderen Reisenden, steigt aus dem Zug aus und verschwindet. Doch die Überwachungskameras in der Bahn haben die Diebin aufgenommen. Die Polizei sucht nun mit Fotos nach der Frau.

SCHWERTE

, 16.07.2015, 15:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei sucht diese Frau. Sie wird verdächtigt, einen Koffer gestohlen zu haben.

Die Polizei sucht diese Frau. Sie wird verdächtigt, einen Koffer gestohlen zu haben.

Der Vorfall ist bereits etwas her, nun wendet sich die Polizei mit Fotos an die Öffentlichkeit: Tatort am Sonntag, 3. Mai, gegen 18:08 Uhr ist die Eurobahn 20087 von Venlo nach Hamm. Eine 23-jährigen Reisenden aus Kassel ist mit ihrem Reisekoffer unterwegs. Beim Halt im Bahnhof Schwerte nimmt eine Frau den Koffer und verlässt mit ihm den Zug.

Im Koffer befanden sich unter anderem ein Laptop der Firma „Acer“ sowie Bekleidung und Toilettenartikel im Gesamtwert von rund 800 Euro, wie es in der Mitteillung der Polizei heißt. Die Beamten haben noch ein Ass im Ärmel: Die Täterin wurde von den Videokameras im Zug aufgenommen.

Diese Frau wird gesucht:

  • ca. 40 Jahre
  • ca. 1,70 Meter groß
  • kräftige Statur
  • braune Haare.

Die in diesem Fall ermittelnde Bundespolizeiinspektion Münster bittet um Hinweise unter der kostenfreien Servicenummer 0800/6888000.

Warum werden Fahndungsfotos häufig erst lange nach der Tat veröffentlicht?
Die Polizei ist in dieser Frage an die Strafprozessordnung gebunden, konkret an den Paragrafen 131, der alles um die Öffentlichkeitsfahndung regelt. „Die Öffentlichkeitsfahndung dient immer nur als letztes Mittel, um Täter zu ermitteln“, erklärt ein Polizeisprecher. Zunächst müssten alle anderen Ermittlungsansätze abgeklärt und abgearbeitet sein. Erst dann gebe es die Möglichkeit, Lichtbilder im Internet oder der Zeitung zu veröffentlichen.
Die Polizei muss zunächst einen Ermittlungsbericht an die Staatsanwaltschaft übermitteln. Anschließend prüft diese noch einmal und stellt dann einen Antrag. Erst ein richterlicher Beschluss ermöglicht in letzter Instanz die Freigabe von Fotos.

 

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