Es gibt Kritik an den Überweisungsterminals der Sparkassen-Hauptgeschäftsstelle in Schwerte © Bernd Paulitschke
Sparkasse

Fusion oder Zusammenarbeit: Gespräche über Zukunft der Sparkasse Schwerte

Die Sparkassen in der Region reden über die Zukunft – vielleicht sogar eine gemeinsame. Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss der Sparkasse Schwerte mit einem großen Partner laufen.

Die Selbstständigkeit der Schwerter Sparkasse galt vor allem unter vielen Kommunalpolitikern bislang immer als oberstes Ziel. Doch das könnte bald ein Ende haben. „Die Sparkassen Dortmund und Schwerte nehmen ergebnisoffene Sondierungsgespräche auf“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Sparkasse.

Gemeinsam werde untersucht, welche strategischen Optionen von einer Intensivierung der bereits bestehenden Zusammenarbeit bis hin zu einem möglichen Zusammenschluss beider Sparkassen bestehen.

Im Fokus stehe die Frage, wie Kundinnen, Kunden und die Kommunen im gemeinsamen Wirtschaftsraum von einer engeren Zusammenarbeit der beiden Häuser profitieren können, so die Sparkasse.

Der Hintergrund ist klar: Auch wenn die meisten Sparkassen bislang relativ gut durch die Negativ-Zinsperiode kommen, werden die Rahmenbedingungen immer enger: „Die Rahmenbedingungen in der Kreditwirtschaft, wie die anhaltende Negativzinsphase und die Chancen der Digitalisierung stellen uns vor große Herausforderungen. Gleichzeitig benötigen wir Freiräume und Möglichkeiten, unserer Kundschaft auch weiterhin ein leistungsstarkes Angebot bieten zu können.“

Und weiter: „Ob wir diesen Weg gemeinsam besser gestalten können, prüfen wir im jetzt angestoßenen Prozess“, werden die beiden Vorstandsvorsitzenden Dirk Schaufelberger (Sparkasse Dortmund) und Ulrich Bartscher (Sparkasse Schwerte) in der Presseerklärung zitiert.

Doch es geht nicht nur um Gespräche zwischen den Geldinstituten. Eingebunden in die Gespräche ist auch die Bankberatung zeb-consulting, die bereits bei vielen Sparkassenfusionen eingebunden war.

Entscheidungsgrundlage wird erarbeitet

Eine Entscheidung werde bis Ende des Jahres den Entscheidungsgremien, dazu zählen auch die Stadträte, vorgelegt. Doch die Geldinstitute sind bemüht zu betonen, dass längst nicht alles entschieden sei. „Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen die Auswirkungen auf Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Träger und den besonderen Auftrag der Sparkassen für die Region.“

Die Schwerter Sparkasse ist relativ klein. Auf der Liste der größten Sparkassen Deutschlands (Stand 2020) tauchte Schwerte auf Rang 338 von 376 Instituten bundesweit auf. Die Dortmunder Sparkasse ist immerhin die Nummer 20 auf der Liste.

Die Größe der Geldinstitut wird auch im Sparkassenmodell immer wichtiger. So müssen auch kleinere Geldinstitute alle Auflagen von Gesetzgeber und Bankenaufsicht erfüllen und dafür Personal abstellen. Und diese Auflagen nehmen seit der Bankenkrise 2008 Jahr für Jahr zu.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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