Gardi Hutter begeistert als chaotische Schneiderin

Kleinkunstwochen

Als am Freitagabend um acht Uhr in der Rohrmeisterei das Licht angeht, entführt Gardi Hutter als Chaotische Schneiderin den vollbesetzten Saal in ihre fabelhafte Welt. Die Clown-Komödiantin ist in ihrer Solo-Rolle als Schneiderin zu den Kleinkunstwochen nach Schwerte gekommen.

SCHWERTE

von Von Ferry Radix

, 24.10.2011, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zog die Zuschauer als skurrile Schneiderin in ihren Bann: Gardi Hutter ist bei den Kleinkunstwochen aufgetreten.

Zog die Zuschauer als skurrile Schneiderin in ihren Bann: Gardi Hutter ist bei den Kleinkunstwochen aufgetreten.

Untermalt von ihrem internationalen Singsang oder gesäuseltem Kauderwelsch, lässt sie sich dabei immer wieder von der Arbeit abbringen. Sie trinkt aus einer, als Garnrolle getarnten, Schnapsflasche, fährt mit ihrem fahrbaren Nähkästchen durch das Atelier, oder spielt mit ihrem Spiegelbild. Das Motto der 53. Schwerter Kleinkunstwochen „Scheitern, Chancen und Triumphe“ scheint auf sie und das von ihr auf der Bühne veranstaltete Chaos zugeschnitten zu sein, wie ihre eigenen Kleider auf den korpulenten Körper.

Als ihr gefiederter Vogelfreund das zeitliche segnet, entscheidet sie sich gut gelaunt für den Abschied, von der Bühne und vom Leben. Unter großem Applaus verabschiedet sie sich winkend, lachend und steigt in eine Klappe auf der Bühne, ihr Grab. Gardi Hutter ist – da waren sich die Zuschauer einig – skurril und speziell, aber auch einfach klasse.

Lesen Sie jetzt