Der Wagen glänzt: Natascha Baumeister und Stefan Bauer (beide 38) steckten beim Stromausfall unfreiwillig eine Stunde in der Waschanlage fest. © privat
Stromausfall

Gefangen in der Waschanlage: So erlebte Natascha Baumeister den Stromausfall

Nur mal eben kurz in die Waschanlage wollte sie fahren. Als am Mittwoch (24.2.) dann plötzlich in ganz Schwerte der Strom ausfiel, steckte SPD-Ratsfrau Natascha Baumeister fest.

Als ringsum die Lichter ausgehen und die Düsen kein Wasser mehr versprühen, sitzt die stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende (Mitte/Wandhofen) Natascha Baumeister gerade in der Vorwäsche im C & D Washparc Coolman an der Schützenstraße.

„Erst wussten wir gar nicht, was passiert ist“, erinnert sie sich. Mit „wir“ meint sie ihren Bekannten Stefan Bauer, der mit im Auto saß. „Vor uns war ein Wagen, der war schon in diesen Bürsten. Gott sei Dank waren wir da noch nicht drin“, erzählt sie.

Bei Coolman bleiben alle cool

Bei Coolman bleibt man erstmal cool: Nach einigen Minuten informiert ein Mitarbeiter der Waschstraße die Kunden über den Stromausfall. „Zuerst hieß es, das würde sicher so in zwanzig Minuten behoben sein“, sagt Baumeister.

Deshalb bleiben erstmal alle Kunden in ihren Wagen sitzen. Hinter dem Caddy der Politikerin stehen nämlich auch noch einige Kunden. „In der Waschanlage selbst waren es so drei bis vier Autos, und dahinter bildeten sich immer längere Schlangen.“

Rückwärts raus – mit Hilfe

Irgendwann wird das Team der Waschstraße dann doch nervös. Denn der Strom kommt nicht wieder. Die Schlange wird umgeleitet – wer kann, dreht. Die Wagen in der Waschstraße selbst fahren nach und nach rückwärts hinaus.

Wer das nicht selber schafft, bekommt Hilfe. „Hinter uns war eine ältere Dame, die sich nicht so ganz traute, rückwärts zu fahren“, erzählt Natascha Baumeister. „Da hat sich dann ein Mitarbeiter reingesetzt.“

Überhaupt seien die Mitarbeiter der Waschstraße sehr nett und lustig gewesen. Ganz cool eben. „Das war super. Sie haben die Ruhe bewahrt, damit niemand Angst bekam.“

Unschön, wenn man in den Bürsten feststeckt

Die 38-Jährige und ihr Bekannter haben keine Angst. „Ich fand es eigentlich eher nervig, dass wir da über eine Stunde feststeckten“, sagt sie. „Aber zum Glück waren die Kinder in der Kita, so hatte ich einen Zeitpuffer.“

Die größten Schwierigkeiten hat der Autofahrer, der bereits mit seinem Wagen in der Bürstenabteilung steckte. Der muss nämlich unter Anweisung der Mitarbeiter vorne rausfahren. „Das war gar nicht so einfach, weil in der Schienenführung der Waschstraße solche Barrieren eingebaut sind“, erzählt Natascha Baumeister.

Doppelt gewaschen hält besser

Doch schließlich ist auch das geschafft. Und der Caddy der Ratsfrau hat schon einen Tag später seine wohlverdiente Wäsche bekommen: „Ich bin direkt heute Morgen wieder durchgefahren, wir hatten ja einen Gutschein bekommen“, freut sich Natascha Baumeister.

Dann lacht sie: „Natürlich habe ich mir von den Mitarbeitern erstmal ein paar lustige Sprüche anhören müssen.“ Aber Hauptsache, das Auto ist sauber. Immerhin hat der Wagen wegen des Stromausfalls eine doppelte Vorwäsche genießen dürfen.

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