Gefährliche Stelle auf Geisecker Talstraße: Stadt erfüllt Eltern-Wunsch und baut Verengung

mlzBaustelle für drei Wochen

Wie sollen die Kinder an dieser Stelle über die Geisecker Talstraße kommen? Eltern sorgen sich seit längerem um die Sicherheit an der Bushaltestelle. Jetzt will die Stadt Abhilfe schaffen.

Geisecke

, 11.03.2020, 14:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Weg von der Kita ins Wohngebiet gibt es eine besonders gefährliche Stelle: Wenn es aus dem Oberdorf in Geisecke den Buschkampweg hinuntergeht, führt der Weg zwar über einen schmalen, aber eben auch sicheren Bürgersteig.

An der Kreuzung mit der Unnaer Straße gibt es eine Ampel mit Fußgängerüberweg.

Gefährliche Stelle in der Höhe des Gewerbegebiets

Ein paar Meter weiter unten, wenn man also am Gewerbegebiet Zwischen den Wegen vorbeigeht – an Rewe und Aldi also – endet der Bürgersteig auf der bergab gesehen rechten Seite. Eltern und Kinder müssten rüber.

Doch genau das sei enorm gefährlich. Darauf hatten einige Eltern und Kinder im Sommer 2019 hingewiesen und beim Vor-Ort-Termin mit unserer Redaktion gehofft, die Stadt Schwerte werde hier etwas verbessern.

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Querungshilfe soll ab Donnerstag gebaut werden

Das soll nun geschehen, wie es am Dienstag aus dem Rathaus hieß. „Auf der Geisecker Talstraße wird in Höhe der Bushaltestelle/Kurzer Morgen und der Einmündung Zwischen den Wegen eine Querungshilfe entstehen.“ Baubeginn sei schon am Donnerstag, 12. März – vorausgesetzt, die Witterung lasse das zu.

Rund drei Wochen solle die Maßnahme dauern. Während dieser Zeit werde die Geisecker Talstraße halbseitig gesperrt. Autofahrer müssten mit Einschränkungen rechnen.

„Ja, das habe ich gelesen“, sagt Justyna Nagelschmidt. Sie gehörte zu den Eltern, die sich im vergangenen Jahr beschwert hatten. Überrascht sei sie, so Nagelschmidt weiter, dass sich da jetzt so schnell etwas tue.

Eine Mittelinsel? Ein Zebrastreifen? Was kommt konkret?

Was sie allerdings aus der kurzen Mitteilung der Stadt noch nicht erkennen konnte: Kommt eine Mittelinsel? Dafür wäre doch die Straße zu eng, oder? Oder wird es ein Zebrastreifen? Was plant die Stadt genau?

Stadtsprecher Ingo Rous gibt die Antwort: Auf beiden Seiten der Fahrbahn sollen „Vorbauten“ entstehen, also kleine Verbreiterungen der Bürgersteige.

Das habe mehrere Vorteile, so Rous, unter anderem: „Wir verfolgen das Ziel, den Verkehr so zu entschleunigen.“

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„Heute noch einem Auto in den Weg gestellt, das Tempo 60 hatte“

Auf der Geisecker Talstraße herrscht zwar offiziell Tempo 30. Doch selbst die Anwohner, selbst die Eltern, die sich beschwerten, wissen: Einfach einzuhalten ist das nicht. Bergab müsse man auf diesem steilen Stück die ganze Zeit bremsen, um nicht schneller zu werden. Bergauf beschleunigen viele eben auch stark.

Insofern hoffen Nagelschmidt und ihre Mitstreiter, dass die neue enge Stelle das ändert.

„Heute Morgen haben wir Eltern uns noch einem Auto in den Weg stellen müssen, dass da mit gefühlt Tempo 60 um die Ecke gefahren ist. Hoffentlich ist da bald eine geschützte Zone.“

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