In der Warteschlange zum Elsebad kam es zu der Auseinandersetzung, bei der auch das Wort "Arschloch" fiel. © Wild
Amtsgericht

Geldstrafe: Angeklagter nannte Schwerter Schwimmmeister „Arschloch“

Ein junger Mann beschimpfte einen Schwerter Schwimmmeister auf übelste Weise. Der Fall landete vor dem Amtsgericht. Dort zeigte der Angeklagte, der am Asperger-Syndrom leidet, Reue.

Mahnende Worte des Schwimmmeisters konnte ein Schwerter nicht akzeptieren. Der 23-Jährige, der mit dem Asperger-Syndrom kämpft, revanchierte sich mit einem verbalen Tiefschlag. Wegen Beleidigung saß er nun auf der Anklagebank.

Am 10. August wollte der Schwerter (23) einen schönen Sommertag im Elsebad verbringen. Andere mogelten sich an der Schlange vorbei, also versuchte er sein Glück ebenfalls – und geriet an den Schwimmmeister.

Der wies den 23-Jährigen darauf hin, dass so ein Verhalten mit Blick auf die Corona-Regeln nicht in Ordnung sei. Der junge Mann mit gestörter Impulskontrolle parierte unmissverständlich: „Verpiss Dich, du Arschloch. Geh mir nicht auf den Sack, du Arschloch.“ Diesen Worten folgte eine Strafanzeige.

Richterin: „Das geht einfach nicht“

Nun befasste sich das Amtsgericht mit dem Vorfall – und der Schwerter zeigte Einsicht. Ja, er habe etwas mit Arsch gesagt und ja, er wisse, dass er so etwas nicht sagen dürfe. Das sah die Richterin ganz ähnlich: „Das geht einfach nicht. Es gibt Regeln. Der muss sich hier nicht als Arsch bezeichnen lassen. Sie dürfen so etwas nicht machen.“

Mit Blick auf das Geständnis, die Einsicht und ein leeres Strafregister erhielt der 23-Jährige aber eine Chance: Sein Verfahren wurde gegen die Zahlung von 300 Euro Geldbuße an eine gemeinnützige Einrichtung vorläufig eingestellt.

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