„Bin davon überzeugt, dass sich unsere Schüler nicht verleiten lassen“

Querdenker-Aktion an Schulen

Die umstrittene Initiative „Querdenken711“ plant für Montag (9.11.) eine Aktion gegen die Maskenpflicht an 1000 deutschen Schulen. An den Schwerter Schulen bleibt man gelassen.

Schwerte

, 06.11.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Heiko Klanke, Leiter des FBG

Heiko Klanke, Leiter des FBG © Heiko Mühlbauer

Am 9. November soll es bundesweit eine Aktion der Initiative „Querdenker 711“ gegen die Maskenpflicht geben, die sich gezielt an Schülerinnen und Schüler richtet. In einem Schreiben des NRW-Schulministeriums wird davor gewarnt, dass insbesondere Eltern, die Mitglied der Initiative sind, Kinder auf dem Schulweg ansprechen und ihnen die Unwirksamkeit des Mund- und Nasenschutzes nahelegen wollen. Geplant ist die Aktion an 1000 deutschen Schulen.

Schwerter Schulleiter bleibt gelassen

Das Ministerium verbietet Schülern die Teilnahme an derartigen Aktionen, da in der Schule weiterhin das Gebot der politischen Neutralität gelte. Im Schreiben heißt es zudem: „Die Schule respektiert im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unterschiedliche Auffassungen auch von Schülerinnen und Schülern. Dies beinhaltet jedoch nicht Handlungen, die zu Rechtsverstößen, Gesundheitsgefährdungen oder Gefährdungen des Schulfriedens führen.“

An den Schwerter Schulen sieht man am Freitag (6.11.) keinen Grund zur Sorge. Heiko Klanke, Schulleiter des Friedrich-Bährens-Gymnasiums (FBG), erfuhr über das Schulministerium von der geplanten Aktion, ist sich aber sicher, dass seine und andere Schwerter Schulen nicht davon betroffen seien. „Bisher ist nichts zu mir durchgesickert, dass derartige Aktionen an Schwerter Schulen stattfinden werden“, so Klanke.

Zudem gebe es von Seiten seiner Schüler bisher keinen Grund anzunehmen, dass sich jemand weigert, sich an die geltenden Regeln zu halten. Falls am Montag dennoch unerwartete Querdenker-Aktionen an seiner Schule stattfinden sollten, sieht Klanke die Schule gewappnet: „Ich bin davon überzeugt, dass unsere Schüler sich nicht von einem derartigen Unsinn verleiten lassen.“

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