Gesamtschule Schwerte: Container kommt später

Zusätzlicher Klassenraum

Wann kommt endlich ein Container als zusätzlicher Klassenraum an die Gesamtschule Schwerte? Die Antwort der Stadtverwaltung: Das dauere noch ein bisschen - es gebe noch einige Schritte zu tun. Aus Sicht der SPD ist das ein Skandal.

SCHWERTE

, 21.04.2016, 16:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gesamtschule Schwerte: Container kommt später

Die Einschätzungen liegen weit, weit auseinander: Die SPD sieht einen Skandal. Die Stadtverwaltung glaubt sich hingegen im Recht.

Sicher ist: Die zusätzlichen Container für die im Sommer gebildete zusätzliche Schulklasse an der Gesamtschule sind noch nicht in Auftrag gegeben worden. Stadt-Architekt Mario Tröger erklärte den Politikern im Schulausschuss dazu: Man gehe davon aus, dass der Container nach den Sommerferien eingesetzt werden könnte.

Um dann allerdings zu bekennen, dass man weder eine Ausschreibung bislang gemacht habe, noch Baurecht geschaffen. „Wir sind noch in der Abstimmungsphase und ermitteln den Bedarf“, erklärte Tröger.

Auch die Finanzierung ist immer noch nicht geklärt. Vermutlich wird es auf eine überplanmäßige Leistung hinauslaufen. Das heißt, die Kosten müssen anderswo im Haushalt eingespart werden.

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„Das ist zwei Jahre nach dem Beschluss ein Skandal“, befand die Fraktionsvorsitzende der SPD, Angelika Schröder. Es sei Verwaltung nach Gutsherrenart, so Schröder. Sie kündigte an, die staatliche Aufsichtsbehörde einzuschalten.

Zumal der Markt für entsprechende Container in Zeiten der Flüchtlingskrise leer gefegt ist.

„Die Preise sind im Moment sehr unterschiedlich“, sagte Tröger. Die Spanne reiche von normalen Kursen bis zum dreifachen des Preises, der früher üblich war.

Schule wollte zwei Container - aber das war zu teuer

Der Container war notwendig geworden, weil die Schule im Sommer 2015 eine zusätzliche fünfte Klasse einrichten musste - wegen des großen Andrangs. Aufgenommen wurden Schüler, die in Schwerte keinen Platz auf einer weiterführenden Schule gefunden hatten.

Der eigentlich Wunsch der Schule daraufhin: Es sollten zwei Container angeschafft werden - und zwar zu Beginn des Schuljahres.

Die Stadtverwaltung hatte dies mit Verweis auf die Kosten abgelehnt und die Kommunalaufsicht in Arnsberg eingeschaltet. Als Kompromiss gab es im Februar einen Kompromiss: Die Stadt habe unverzüglich einen Container als zusätzlichen Klassenraum zur Verfügung zu stellen, hieß es von der Bezirksverwaltung aus Arnsberg. 

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