Gewinn der Sparkasse soll Stadtkasse stützen

Finanzen

Statt ihre Gewinne ausschließlich in Soziales, Sport oder Kultur zu stecken, stützt die Sparkasse Schwerte die marode Stadtkasse. 2011 war das zum ersten Mal so - und wird sich in diesem Jahr wohl wiederholen. Ob diese Geldspritze allerdings viel bringt, ist fraglich.

SCHWERTE

von Von Heiko Mühlbauer

, 28.03.2012, 07:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Statt Kultur und Sport durch Spenden zu fördern, soll die Sparkasse in Schwerte lieber das Haushaltsloch stopfen: Teile des Gewinns sollen in der Stadtkasse landen.

Statt Kultur und Sport durch Spenden zu fördern, soll die Sparkasse in Schwerte lieber das Haushaltsloch stopfen: Teile des Gewinns sollen in der Stadtkasse landen.

„Im Grunde kann man dagegen nichts sagen“, erklärte Schwertes Sparkassenvorstand Dr. Uwe Trespenberg auf Anfrage. Schließlich seien die Kommunen der Eigentümer und könnten auch bestimmen, was mit dem Gewinn gemacht wird. Ob diese Gewinne aber die Städte retten können, ist fraglich. Der Schwerter Sparkassen-Gewinn nimmt sich angesichts der hohen Bilanzsummen und der gesetzlich vorgeschriebenen Rücklagen ins Eigenkapital nämlich verhältnismäßig klein aus. Rund 500.000 Euro waren es 2011. „Damals haben wir zum ersten Mal an die Stadtkasse ausgeschüttet“, erklärt Trespenberg. 

Von den rund 500.000 Euro wurden 50.000 Steuern gezahlt, 250.000 Euro landeten in der Stadtkasse und weitere 200.000 Euro gingen in der Spendentopf. Zumindest was den Gewinn der Sparkasse betrifft, dürften die Summen in diesem Jahr ähnlich sein.  Was davon in die Stadtkasse wandert, darüber entscheidet letztlich der Rat. „Fest steht, man kann das Geld nur einmal ausgeben“, so Trespenberg, „als Sparkasse richten wir uns nach den Wünschen unseres Trägers.“

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