Glascontainer in Schwerte müssen umziehen

Ausschuss entspricht Antrag

Immer wieder muss sich der Beschwerdeausschuss in Schwerte mit den Standorten von Glascontainern befassen. In dieser Woche gab das Gremium erstmals einem Bürgerantrag statt und prüft die Verlegung eines Glascontainers. Bürgermeister Heinrich Böckelühr befürchtet jetzt eine Welle von Anträgen.

GEISECKE

, 08.09.2017, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Immer wieder Anlass für Beschwerden: Der Glascontainer in der Geisecker Talstraße soll deshalb bald ins Gewerbegebiet umziehen.

Immer wieder Anlass für Beschwerden: Der Glascontainer in der Geisecker Talstraße soll deshalb bald ins Gewerbegebiet umziehen.

Patrizia Schneider ist Nachbarin des Glascontainers an der Geisecker Talstraße. Der Container-Standort liegt hier auf einem Parkplatz direkt an der Haltestelle der Schulbusse. „Die Kinder spielen auf dem Parkplatz während der Wartezeiten zwischen Scherben und Alkoholresten“, so Schneider.

Außerdem halte sich fast niemand an die Einwurfzeiten. Zudem gebe es Gastwirte, die hier große Mengen Altglas über einen langen Zeitraum entsorgen und der Container an der engen Straße führe auch immer wieder zu Verkehrsproblemen, führt sie in ihrer Eingabe an den Beschwerdeausschuss des Rates auf.

Container zieht ins Gewerbegebiet um

Sie forderte deshalb, die Container ins benachbarte Gewerbegebiet Zwischen den Wegen zu verlegen. Zumindest versuchsweise soll das jetzt gemacht werden, beschloss der Ausschuss am Mittwochabend und folgte damit der Argumentation der Anwohner.

Allerdings wisse man nicht, ob die Fahrzeuge des Entsorgungsunternehmens, das die Glascontainer leert, dort ohne Weiteres rangieren könne. „Man darf die Belange eines Entsorgungsunternehmens nicht über die Belange von Bürgern stellen“, befand der Grünen-Ratsherr Reinhard Streibel. Dass diese Entscheidung weitere Begehrlichkeiten nach sich ziehen kann, stellte WfS-Vertreter Eckehard Weist schon während der Sitzung fest. Es sei ein Einzelfall, weil man die Möglichkeit für einen Ausweichstandort habe, betonte er.

Bürgermeister Heinrich Böckelühr befürchtete am Rande einer Pressekonferenz am Donnerstag, dass diese Entscheidung weitere Anträge von Bürgern nach sich ziehen werde. Denn die Standorte sind fast überall umstritten.

Glascontainer selten Thema beim Beschwerdemanagement

„Beim Beschwerdemanagement der Stadt sind sie allerdings selten ein Thema, erklärte Stadtsprecher Carsten Morgenthal auf Anfrage. Allerdings seien sie schon öfters Thema von Bürgeranträgen gewesen. Gegen die Standorte Auf dem Hilf, am Heidekamp und an der Friedrich-Hegel-Straße wurde bereits im Ratsausschuss diskutiert.

Bislang allerdings immer mit abschlägigen Entscheidungen. Die Begründungen: Glascontainer müssen von den Nutzern auch fußläufig erreichbar sein. Ob das für das Gewerbegebiet in Geisecke gilt, wird sich zeigen.

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