Großbrände und schwere Unfälle bewegten Schwerte 2019

mlzJahresrückblick

Ein Sextäter, der sich als Altenpfleger ausgibt, zwei Großbrände und zwei tödliche Unfälle mit Fußgängern überschatten das Jahr 2019 in Schwerte.

Schwerte

, 01.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Jahr 2019 wird überschattet von mehreren Großbränden, bei denen Wohnungen und Häuser zerstört wurden. Ein Sex-Täter belästigte Bewohnerinnen von Schwerter Pflegeheimen und zwei Fußgänger verunglückten bei Unfällen tödlich.

Sexualdelikte in Schwerter Pflegeheimen

Am 30. März drang ein unbekannter Mann in ein Altenheim an der Gasstraße ein. Er gab sich als Pfleger aus und wollte mehrere Bewohnerinnen waschen. Erst bei der dritten Bewohnerin fiel der Mann schließlich auf und ergriff die Flucht. Ab dem 5. April fahndete die Polizei dann mit einem Phantombild nach dem Täter.

Großbrände und schwere Unfälle bewegten Schwerte 2019

Der gesuchte Täter hatte sich als Pfleger ausgegeben, um in die Zimmer der Seniorinnen zu gelangen (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Den entscheidenden Hinweis zur Festnahme des Täters machte im Juli eine Pflegekraft des Klara-Röhrscheidt-Hauses. Sie hatte den Mann wiedererkannt als er sich auf dem Gelände herumgetrieben hatte. Zunächst konnte der Täter fliehen, wurde dann aber gemeinsam von Kräften des Pflegeheims gestellt.

Anschließend wurde er von der Polizei festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht. Der 46-Jährige Schwerter muss sich bald wegen sexueller Nötigung vor Gericht verantwortlichen.

Ein unbekannter rettete Artur Kubiks Leben

Am Morgen des 21. Mai ereignete sich ein Wohnungsbrand in der Graf-Adolf-Straße, bei dem ein 39-Jähriger schwer verletzt wurde. Das Haus war danach unbewohnbar. Nur noch Asche blieb von den Möbeln in dem Dachgeschoss-Zimmer übrig.

Großbrände und schwere Unfälle bewegten Schwerte 2019

Schon am frühen Morgen war die Feuerwehr an der Graf-Adolf-Straße im Einsatz, um den Brand in der Dachgeschosswohnung zu löschen. © Reinhard Schmitz

Der betroffene Artur Kubik war aber noch im Glück. Hätte ein beherzter Nachbar ihn nicht gerettet, wäre er wohl an einer Rauchvergiftung gestorben. Wer der Mann war, der Artur Kubik das Leben gerettet hat, ist wohl immer noch unbekannt. Was aber kurze Zeit später durch einen Sachverständigen bekannt wurde, ist der Grund für den Brand: ein technischer Defekt.

Großbrand am Föhrenweg zerstörte Einfamilienhaus

In der Nacht zum 20. Juli gab es einen Großbrand am Föhrenweg in Westhofen, der ein Einfamilien-Haus völlig vernichtete. Der Hausbesitzer und seine Tochter waren zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause.

Nur eine Garagenbreite trennte das nächste Gebäude von dem Wohnhaus in Westhofen, das komplett abbrannte. Im Keller telefonierte der Sohn - und bemerkte nichts. Wie sich das Feuer ausbreitete, bleibt wohl ungeklärt. Eine konkrete Brandursache war nicht festzustellen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen „Unbekannt“.

Großbrände und schwere Unfälle bewegten Schwerte 2019

Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen die Flammen schon hoch aus dem Dach des Einfamilienhauses am Föhrenweg. © Feuerwehr Schwerte

Zwei tödliche Unfälle in kurzer Zeit

In der Nacht zum 17. November starb ein 77-Jähriger Schwerter bei einem Verkehrsunfall. Der Fußgänger wurde an der Hagener Straße kurz vor Westhofen von dem BMW eines 21-jährigen Lüners erwischt. Das Opfer verstarb noch bevor die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen. Schon zuvor forderten Stimmen an der völlig unbeleuchteten Stelle zwischen zwei Bushaltestellen eine Beleuchtung - allerdings vergeblich.

Kurze Zeit später wurde die Stelle an der Hagener Straße dann erneut gesperrt. Diesmal um den Unfallhergang mit Hilfe einer Puppe, die die Kleidung des Opfers trug, zu rekonstruieren. Mittlerweile sind die Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft geleitet worden. Der zuständige Staatsanwalt muss aufgrund der Akten entscheiden, ob es zu einem Strafverfahren kommt.

Großbrände und schwere Unfälle bewegten Schwerte 2019

Auf dem Parkplatz vor Lidl in Schwerte kam im Dezember zu einem schweren Unfall. © Heiko Mühlbauer


Ein weiterer tödlicher Unfall ereignete sich am Vormittag des 14. Dezembers auf dem Parkplatz des Supermarktes Lidl. Ein 38-Jähriger wollte mit einer Sattelzugmaschine ohne Auflieger den Parkplatz verlassen und erfasste dabei eine 87-jährige Fußgängerin mit Rollator. Die Rettungskräfte wollten die Frau noch mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik bringen, sie verstarb aber noch an der Unfallstelle.

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