Der 56-jährige Pilot starb beim Absturz des Ultraleichtflugzeugs auf dem Segelflugplatz Rheinermark. © Reinhard Schmitz
Pilot gestorben

Große Betroffenheit nach Flugzeugabsturz: Pilot (56) verunglückt tödlich

Betroffenheit beim Luftsportverein Ruhr-Lenne: Am Mittwoch starb bei Schwerte der Pilot eines Ultraleichtflugzeugs. Die Maschine gehörte dem Verein. Die Untersuchungen laufen.

Auf die Seite gekippt, krümmt sich der kleine weiße Flieger auf der Grasnarbe der Start- und Landebahn. Die rechte Tragfläche ist zerknickt, die linke ragt genauso wie das linke Rad in den blauen Himmel. Die Sonne lässt unter der Bespannung eine Art Gerippe durchscheinen.

Es sind die Reste des Ultraleichtflugzeugs, das am Mittwochmorgen (5.8.) gegen 10.30 Uhr auf dem Segelflugplatz Rheinermark abgestürzt ist. Wie erst später bekannt wurde, kam dabei der Pilot, ein 56-Jähriger aus Hemer, ums Leben.

Sein Passagier, ein 25-Jähriger aus Iserlohn, erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Dortmund-Nord transportiert. Beide Männer waren nicht miteinander verwandt.

Nach dem Absturz des Ultraleichtflugzeugs mussten die anderen Flugzeuge auf dem Boden bleiben.
Nach dem Absturz des Ultraleichtflugzeugs mussten die anderen Flugzeuge auf dem Boden bleiben. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Dass die Polizei sich mit diesen Personalien bis zum Nachmittag bedeckt hielt, hatte seinen Grund: Zunächst sollte die traurige Nachricht den Angehörigen des Toten von den Beamten überbracht werden.

Näher als 50 Meter durfte auch kein Reporter an die Maschine heran, weil der Leichnam erst geborgen werden konnte, nachdem die zuständige Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ihre Arbeit erledigt hatte. Das Eintreffen der Experten sollte allerdings Stunden dauern, da die Behörde in Braunschweig ansässig ist.

Maschine gehörte dem Luftsportverein Ruhr-Lenne Iserlohn

Den Ermittlungen der Bundesstelle wollte Polizei-Pressesprecher Marcel Dilling nicht vorgreifen. „Die Ursache ist unklar“, sagte er nur. Mehr nicht. Auch nicht, ob sich der Unfall beim Starten oder Landen ereignet habe. Seine Kollegen hätten nur bei der Dokumentation Hilfestellung für die Bundesstelle geleistet.

Mit Kladden in der Hand sah man sie mit möglichen Zeugen sprechen. Ein Polizeihubschrauber stieg auf und kreiste über der Rheinermark, um Luftbilder von der Unglücksstelle zu machen. Auch ein Vertreter der Luftaufsicht bei der Bezirksregierung in Münster war vor Ort und fotografierte.

Die Polizei Iserlohn nahm nach dem tödlichen Flugunfall ihre Ermittlungen auf dem Gelände des Luftsportvereins Ruhr-Lenne Rheinermark auf.
Die Polizei Iserlohn nahm nach dem tödlichen Flugunfall ihre Ermittlungen auf dem Gelände des Luftsportvereins Ruhr-Lenne Rheinermark auf. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Betroffenheit war bei Thomas Mohn, dem Vorsitzenden des Luftsportvereins Ruhr-Lenne Iserlohn, zu spüren, der den Segelflugplatz betreibt. Das Ultraleichtflugzeug gehöre seinem Verein, sagte er nur und kündigte weitere Mitteilungen für Donnerstag an. Erst musste das Geschehene sacken können.

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Absturz eines Ultraleichtflugzeugs bei Schwerte

Der Flugbetrieb ruhte. Segelflugzeuge und Doppeldecker blieben am Boden oder im Hangar. Dabei hätte es so ein schöner Sommertag für die Segelflieger werden können. Die rot-weiß-rote Windrose tanzte leicht im Wind. Am Rande des Segelflugplatzes waren Wohnwagen aufgestellt und blaue Zelte aufgeschlagen.

Bewohner der Nachbardörfer hatten im Vorbeifahren gesehen, wie auf dem Gelände offenbar eine Art Ferienfreizeit stattgefunden hatte. Jetzt war alles still. Nur aus der Ferne hörte man das Kreischen der Säge vom Sägewerk Bulter.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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