Grünen fordern „Maske auf!“ – und nähen auch selbst

Coronavirus

Die einen Fachleute halten die Maske für unabdingbar als Schutz gegen Corona, die anderen nicht. Die Grünen in Schwerte werben für „Maske auf!“ und nähen selber Behelfs-Masken.

Schwerte

, 07.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Monika Rosenthal gehört zum kleinen Nähteam der Grünen in Schwerte.

Monika Rosenthal gehört zum kleinen Nähteam der Grünen in Schwerte. © Rosenthal

Die Grünen in Schwerte nähen derzeit Stoffmasken, die Mund und Nase schützen sollen. „Nachdem erst jetzt in vielen offiziellen Kreisen durchgesickert ist, dass ein Schutz für Mund und Nase zu den wirksamsten Mitteln zählt, sich und andere vor dem Corona-Virus zu schützen, braucht es dringend sehr viel mehr davon“, so die Botschaft.

Seit Tagen nähen nun schon Anja Reinert und Monika Rosenthal nach einer Anleitung den Behelfs-Schutz und verteilen ihn. Mehr als 120 seien bisher an medizinisch tätiges Personal übergeben worden, am Freitag wurden weitere 80 mit Gretel, dem Lastenfahrrad, ausgeliefert.

In der Natur braucht man keine Maske

Die Grünen wollen mit der Aktion auch für die Maske werben. „Auf Twitter gibt es mit #Maskeauf dafür einen eigenen Hashtag“, so eine Presseerklärung der Grünen. Zahlreiche Experten und Prominente propagierten jetzt öffentlich, sich und andere noch besser in der Öffentlichkeit zu schützen. Es gelte immer dann darauf zu achten, wenn man in der Nähe zu unbekannten Menschen ist, etwa beim Einkauf. Wer in der freien Natur unterwegs sei, brauche keinen Schutz.

Wer Material zur Herstellung der Schutzmasken spenden möchte, oder mitnähen will, kann sich per E-Mail an info@gruene.schwerte.de melden.

Die Grünen mahnen aber auch: „Gleichwohl wird es irgendwann politisch notwendig sein, offizielle Stellen zu fragen, wie es mit der Vorbereitung auf die Pandemie gestanden hat.“

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