Grundschule Villigst: Wolken aus Zuckerwatte

VILLIGST Bunte Sprenkel in warmen Farbtönen, wilde Verschnörkelungen und verspielte Formen: Von allen Seiten wird das Kunstwerk betrachtet, und der Künstler selbst erklärt sein Bild.

von von Carolin Höher

, 20.06.2008, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kleine Künstler: Die Kinder aus der Offenen Ganztagsschule in Villigst präsentieren ihre selbst gestalteten „Traumstädte“ bei einer Ausstellung.

Kleine Künstler: Die Kinder aus der Offenen Ganztagsschule in Villigst präsentieren ihre selbst gestalteten „Traumstädte“ bei einer Ausstellung.

Ein halbes Jahr haben die Schülerinnen und Schüler der offenen Ganztagsschule in Kleingruppen an Kunstwerken zum Thema „Meine Traumstadt“ gearbeitet. Von Acrylbildern bis hin zu Keramikkreationen und Skulpturen aus Recyclingmaterial haben die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Ida hatte besonders viele Ideen zu „ihrer“ Traumstadt. Zehn Minuten erzählte die Achtjährige von Bonbons, die statt Abgasen aus den Autos kommen, Wolken aus Zuckerwatte und einem Riesenlutscher, der „nie alle wird und nicht klebt“. „Die Kinder hatte unglaublich viele Ideen“, berichtete Künstlerin und Projektleiterin Gabi Kleipsties, die mit den kleinen Künstlern gewerkelt hat. „Sie haben richtige Kunstwerke geschaffen.“ Selbst die Rahmen für die Bilder haben sie mit Hilfe von Gips und Acrylfarben hergestellt.

Die Einladungen für Eltern und Großeltern zu dieser Ausstellung haben die kleinen Künstler selbstverständlich auch selbst gestaltet. Das Kunstprojekt soll nicht nur die Kreativität und Phantasie, sondern auch die Gemeinschaftsarbeit unterstützen. „Die Kinder lernen hier, wie es ist, in einer Gruppe zu arbeiten und sich mit anderen abzusprechen und zu einigen“, sagte Petra Müller-Kramer, Leiterin der offenen Ganztagsschule. Soziales lernen stünde im Vordergrund. Das hat auch Nele begreifen müssen. „Es war schon schwierig“, erzählte sie. „Wenn andere etwas anderes bauen wollten, musste man sich schon einigen.“ Dass sich die harte Arbeit und die kleinen Kabbeleien gelohnt haben, bewies die große Resonanz der Ausstellung. Und die Schülerinnen konnten so richtig stolz ihre Kunstwerke nach Haus tragen.

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