Gutachter sagte vor Gericht aus

Ehrenmord-Prozess

SCHWERTE Im Prozess um den Mord der 20-jährigen Schwerterin sagte am Montag ein Gutachter vor dem Hagener Landgericht aus. Der Experte für DNA-Analysen hatte Spuren des Angeklagten an der Kleidung der Toten gefunden. Der 21-Jährige soll seine Cousine getötet haben.

von Von Jana Peuckert

, 26.10.2009, 16:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf dem Autobahnparkplatz Sterbecker Siepen an der A45 bei Lüdenscheid wurde die damals 20-jährige Schwerterin am 31. August 2008 erschossen.

Auf dem Autobahnparkplatz Sterbecker Siepen an der A45 bei Lüdenscheid wurde die damals 20-jährige Schwerterin am 31. August 2008 erschossen.

Der Besitzer eines Hotels in der Dortmunder Innenstadt gab am Montag an, dass der sich auf der Flucht befindliche Onkel der Toten vom 19. bis 24. August, also ein paar Tage vor der Tat, in seinem Hotel ein Zimmer reserviert hatte. Der Gast habe allerdings nicht alle Nächte in diesem Hotel geschlafen. Dem Betreiber des Hauses gegenüber habe er angegeben, noch eine Zeit in Frankfurt zu verbringen. Am 28. August sei der Mann dann noch einmal ins Hotel gekommen. Grund: Ein dort gelagerter Koffer – groß und leer. Mit dem sei der Gast schließlich verschwunden. Das war selbst dem erfahrenen Hotelier damals seltsam vorgekommen.

Während seines Aufenthaltes im Hotel, soll es ein Telefonat mit dem jüngeren Bruder der Ermordeten gegeben haben. Das Handy eines Freundes hatte ein Gespräch mit der Nummer des Onkels am 23. August angezeigt. Der Freund erklärte, dass der jüngere Bruder des Opfers oft das Telefon benutzt hatte. Am Dienstag wird der Prozess mit weiteren Zeugen fortgesetzt. 

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