Computerspenden

H.E.L.P. ruft zu Computerspenden für Kinder und Familien auf

Trotz der 500 Millionen Euro, die der Bund zur Verfügung gestellt hat, verfügen immer noch nicht alle Schüler über ein digitales Endgerät. Die Freiwilligen von H.E.L.P. wollen das ändern.
Die Ehrenamtlichen der Freiwilligengruppe H.E.L.P Werner Allek (l.), Arno Martini 2.v.l.) und Dr. Wilfried Michel (r.) zusammen mit Meike Terbeck, Leiterin des Grete-Meißner-Zentrums. © Picasa

500 Millionen Euro hat der Bund für Kinder und Jugendliche bereitgestellt, die zuhause über kein digitales Endgerät verfügen. Auch Schwerter Schülerinnen und Schüler profitieren von diesem Hilfsangebot, so die Freiwilligengruppe H.E.L.P. Dennoch gelangen immer wieder Meldungen in die Öffentlichkeit, nach denen es immer noch Lernende gibt, die weder über ein Tablet noch über einen funktionierenden Computer oder einen Laptop verfügen.

Computerspenden für Kinder und Familien

„Wenn ich höre, dass einige Schüler gar nicht oder nur mit größter Mühe am Distanzlernen teilnehmen können, weil schlichtweg immer noch die digitale Grundausstattung in den Haushalten fehlt, dann ist das eine Katastrophe“, erklärt Dr. Wilfried Michel von H.E.L.P. nachdrücklich.

Gemeinsam mit zwei weiteren Ehrenamtlichen, Arno Martini und Werner Allek, möchte Michel hier schnelle und unkomplizierte Abhilfe schaffen. Damit sowohl den Schülern, aber auch bedürftigen Familien geholfen werden kann, ruft H.E.L.P. Privatpersonen dazu auf, ausrangierte Computer, Laptops und Tablets zu spenden und so eine faire Bildungs- und Teilhabechance für alle Schwerter Kinder und Familien zu sichern. Auch Computer-Mäuse, Monitore, Tastaturen, Kabel und Adapter nehmen die Ehrenamtlichen gerne an.

Überprüft, gereinigt, hergerichtet

Abgegeben werden kann die funktionsfähige Technik im Grete-Meißner-Zentrum der Diakonie an der Schützenstraße 10 in der Zeit von 9 bis 15 Uhr oder nach Vereinbarung. Auf Nachfrage können die Geräte auch abgeholt werden. Im Anschluss wird das Material überprüft, gereinigt und von den Mitarbeitern hergerichtet. Alte Daten werden gelöscht und neue Betriebssysteme installiert. Die Initiative wird von der Geschäftsführerin der Diakonie Schwerte, Andrea

Schmeißer, und der Leiterin des Grete-Meißner-Zentrums, Meike Terbeck, ausdrücklich begrüßt: „Ein tolles Projekt haben sich die Männer von H.E.L.P. da überlegt“, sind sich die beiden Frauen einig. Sie bitten die Menschen, die Bedarf an einem der Computer haben, sich zunächst telefonisch unter der Rufnummer 02304/939380 oder per E-Mail unter grete-meissner-zentrum@diakonie-schwerte.de im Grete-Meißner-Zentrum zu melden.

Auch Senioren werden bedacht

Sollten mehr Spenden eingehen als bedürftige Kinder und Jugendliche ausfindig gemacht werden können, möchte H.E.L.P. die Geräte Erwachsenen zur Verfügung stellen, die bisher keinen oder nur unzureichenden Zugang zu digitaler Technik haben. Denn die Voraussetzungen für die digitale Teilhabe der Menschen sind noch nicht überall gegeben. Laut H.E.L.P. fehlt es häufig am nötigen Wissen, an Unterstützung oder an Geld, um sich digitale Geräte anzuschaffen. Auch Teilnehmer des Projekts „Smarte Grete – ab jetzt digital vernetzt“, das in diesem Jahr für Senioren im Grete-Meißner-Zentrum startet, können so von der Aktion profitieren.

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