Die Justizvollzugsanstalt in Ergste. Hier beleidigte ein Insasse einen Beamten. Sein Aufenthalt hat sich deshalb verlängert. © Bernd Paulitschke
Amtsgericht

Häftling der JVA Schwerte beleidigt Beamten – und muss „nachsitzen“

Stress und Ärger ließ ein Insasse der JVA Schwerte an einem der Justizvollzugsbeamten aus. Das endete nun für ihn mit „Nachsitzen“ – im wörtlichen Sinne.

Der 24. August war offenbar einer der schlechteren Tage im Leben des 28-Jährigen. Der Häftling, der gerade eine dreieinhalbjährige Strafe in der Justizvollzugsanstalt Schwerte verbüßt, kämpfte mit schlechter Laune.

Da reichte ihm die Tatsache, dass er nicht duschen durfte. Er verlor die Kontrolle über sich selbst und titulierte den Justizvollzugsbeamten, der ihm das Duschen verbot, als „Arschloch“ und „Hurensohn“. Der Betroffene erstattete daraufhin eine Anzeige wegen Beleidigung.

„Ich hatte ziemlich schlechte Laune“

In der Verhandlung vor dem Amtsgericht räumte der 28-Jährige seine Tat nun ein. „Ich hatte ziemlich schlechte Laune. Deshalb ist das auch passiert.“ Außerdem nutzte er die späte Gelegenheit, um Abbitte bei dem betroffenen Beamten zu leisten. „Ich wollte mich entschuldigen. Ich hatte echt einen schlechten Tag.“

Diese Worte im Gerichtssaal und das Geständnis zuvor wirkten sich positiv auf das Strafmaß aus. Strafschärfend mussten seine drei Voreintragungen im Strafregister und der Umstand, dass sich das Ganze während der Haft ereignete, ins Gewicht fallen.

Die Richterin redete deshalb auch Tacheles: „Beleidigung ist Beleidigung.“ Die Beamten machten ihren Job und müssten sich nicht beleidigen lassen. Die Folge für den Angeklagten: zwei weitere Monate Gefängnis.

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