Häftling versteckte Drogen in der Unterhose

JVA Schwerte

SCHWERTE Wer glaubt, dass es in der JVA Schwerte keine Drogenkriminalität gibt, der irrt sich. Zumindest laut Aussage eines ehemaligen Häftlings, der sich am Mittwoch wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln vor dem Hagener Amtsgericht verantworten musste.

von Von Jana Peuckert

, 14.10.2009, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Häftling versteckte Drogen in der Unterhose

Am Mittwoch gab der Mann zu, die Drogen bei sich gehabt zu haben – leugnen wäre eh sinnlos gewesen. Er stellte sich jedoch nicht als Verkäufer, sondern lediglich als Kurier dar. Er gab an, an dem besagten Tag den Auftrag erhalten zu haben, den Stoff weiterzugeben.   Von wem er das Zeug erhalten hatte, wollte er allerdings nicht sagen – aus Angst. „Das kann ich leider nicht sagen. Die Leute wissen, wo meine Familie wohnt.“

Die Staatsanwältin forderte in ihrem Plädoyer eine Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten ohne Bewährung. Der Verteidiger des Mannes, Rechtsanwalt Andreas Chlosta, hielt eine Bewährungsstrafe für angemessen. Am Ende entschied sich das Gericht aufgrund zahlreicher Vorstrafen gegen eine erneute Chance für den Angeklagten und verurteilte ihn zu einem Jahr und sechs Monate ohne Bewährung wegen Beihilfe zum Handeltreiben.

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