Haftstrafe wegen Amokfahrt mit Kostüm und Waffe

Gerichtsprozess

Eine hollywood-reife Verfolgungsjagd mit 14 Streifenwagen und einem Polizeihubschrauber hat sich ein 56-jähriger Schwerter an Karneval im vergangenen Jahr geliefert. Jetzt wurde er zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Ein kurioser Prozess.

SCHWERTE

von Von Anja Grevener

, 20.03.2012, 06:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Über rund 100 Kilometer führte die spektakuläre Verfolgungsjagd im März 2011. Jetzt wurde der Fahrer verurteilt.

Über rund 100 Kilometer führte die spektakuläre Verfolgungsjagd im März 2011. Jetzt wurde der Fahrer verurteilt.

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Verfolgungsjagd endet bei Schwerte

Erst forderte der Autofahrer der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd ab, dann stellte sich auch noch heraus, dass der Mann eine scharfe Schusswaffe bei sich hatte. Trotzdem überführte die Polizei den renitenten PKW-Fahrer am Samstagabend.
05.03.2011
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Spektakulär verlief die Verfolgsjagd, die unter anderem über die Autobahn 1 und insgesamt über fast 100 Kilometer führte.© Foto: Bock /newspic.de
Über fast 100 Kilometer führte die spektakuläre Verfolgungsjagd am Samstagsabend.© Foto: Bock /newspic.de
Warum es zur Jagd zwischen dem PKW und mehreren Einsatzwagen der Polizei kam, war am Abend von der Polizei noch nicht zu erfahren.© Foto: Bock /newspic.de
Der Fahrer, der in der Nähe von Schwerte aufgefunden worden war, wurde in der Nähe der Ruhrstadt gestellt. Dabei fanden die Polizisten eine Schusswaffe.© Foto: Bock /newspic.de
Der Fahrer, der in der Nähe von Schwerte aufgefunden worden war, wurde in der Nähe der Ruhrstadt gestellt. Dabei fanden die Polizisten eine Schusswaffe.© Foto: Bock /newspic.de
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Der Auftakt der wilden Jagd über Feldwege und Autobahnen war eine routinemäßige Verkehrskontrolle im rheinischen Kerpen - über 100 Kilometer von Schwerte entfernt. Als die Beamten den Autofahrer hatten anhalten wollten, hatte er aufs Gas gedrückt. Mit 160 Stundenkilometern ging es durch eine Autobahnbaustelle, ein Taxi wurde abgedrängt und beinahe ein Streifenwagen gerammt.

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Verfolgungsjagd endet bei Schwerte

Erst forderte der Autofahrer der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd ab, dann stellte sich auch noch heraus, dass der Mann eine scharfe Schusswaffe bei sich hatte. Trotzdem überführte die Polizei den renitenten PKW-Fahrer am Samstagabend.
05.03.2011
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Spektakulär verlief die Verfolgsjagd, die unter anderem über die Autobahn 1 und insgesamt über fast 100 Kilometer führte.© Foto: Bock /newspic.de
Über fast 100 Kilometer führte die spektakuläre Verfolgungsjagd am Samstagsabend.© Foto: Bock /newspic.de
Warum es zur Jagd zwischen dem PKW und mehreren Einsatzwagen der Polizei kam, war am Abend von der Polizei noch nicht zu erfahren.© Foto: Bock /newspic.de
Der Fahrer, der in der Nähe von Schwerte aufgefunden worden war, wurde in der Nähe der Ruhrstadt gestellt. Dabei fanden die Polizisten eine Schusswaffe.© Foto: Bock /newspic.de
Der Fahrer, der in der Nähe von Schwerte aufgefunden worden war, wurde in der Nähe der Ruhrstadt gestellt. Dabei fanden die Polizisten eine Schusswaffe.© Foto: Bock /newspic.de
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Über eine Stunde zog sich die Verfolgungsjagd hin, 14 Polizeistreifen und ein Hubschrauber waren im Einsatz. Im Spiekebrauck ließ der 56-Jährige dann den Wagen stehen und floh zu Fuß weiter - später ließ er sich widerstandslos festnehmen. 

„Ich wollte nur Karneval feiern, ich wollte niemals eine Straftat begehen“, gab der 56-Jährige in seiner Einlassung an. Das Hagener Amtsgericht verurteilte den 56-Jährigen, der bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten war, zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Bewährung gab es für ihn nicht mehr, da es sich laut Staatsanwaltschaft um „Straftaten erheblichen Ausmaßes handelte“. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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