Haus in Westhofen komplett ausgebrannt: „Man hat kein Zuhause mehr“

Wohnhausbrand in Schwerte

Völlig vernichtet hat ein Großbrand in der Nacht zu Samstag ein Einfamilienhaus am Föhrenweg in Schwerte-Westhofen. Die Feuerwehr konnten nur ein Ausbreiten auf die Nachbarschaft verhindern.

Westhofen

, 21.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Haus in Westhofen komplett ausgebrannt: „Man hat kein Zuhause mehr“

Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen die Flammen schon hoch aus dem Dach des Einfamilienhauses am Föhrenweg. © Feuerwehr Schwerte

Nur noch rußgeschwärzte Träger und Wände ließ ein Großbrand in der Nacht zu Samstag von einem Einfamilienhaus am Föhrenweg in Westhofen. Selbst von der Treppe war nichts mehr zu sehen, durch die weggebrannte Holzdecke fiel ein Bett aus dem Kinderzimmer ins daruntergelegene Wohnzimmer.

Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. „Der anwesende Eigentümer konnte sich in Sicherheit bringen“, berichtete der Einsatzleiter der Feuerwehr, Wilhelm Müller.

Selbst Kameraden, die schon viel gesehen haben in ihrem Berufsleben, fühlten mit dem Mann: „Man hat kein Zuhause mehr“, verdeutlichte ein Feuerwehrmann. Eigentlich nur noch das, was man am Leibe trage. Den Angaben zufolge konnte der Mann bei Verwandten unterkommen. Sein Hund sei ins Tierheim gebracht worden.

Um 1.52 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert

Am Samstag um 1.52 Uhr waren die Rettungskräfte alarmiert worden. Bei ihrem Eintreffen stand das in Holzskelett-Bauweise errichtete Gebäude bereits im Vollbrand, wie es im Fachjargon heißt.

Im Inneren des modernen, gut isolierten Haus war die Wärmeentwicklung so groß, dass jeden Moment eine Durchzündung der Rauchgase drohte. Dazu genügt es, wenn eine Scheibe platzt und dem Feuer Sauerstoff gibt. Das passierte auch später.

Haus in Westhofen komplett ausgebrannt: „Man hat kein Zuhause mehr“

Die Feuerwehr war im Einsatz, um ein Haus am Föhrenweg zu löschen. © Feuerwehr Schwerte

Schon allein wegen der Einsturzgefahr konnte niemand mehr das Haus betreten. Der Löscheinsatz musste von außen durchgeführt werden - durch die Fenster und durch das Dach. Aus vier Schläuchen und von zwei Drehleitern - eine davon aus Dortmund-Holzen - spritzten jeweils 100 Liter Wasser pro Minute gegen die Flammen.

Um deren Übergreifen auf die Nachbarhäuser zu verhindern, wurde eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut. Die Feuerwehrleute kühlten die Wände der anderen Gebäude, um der Strahlungswärme ihre Energie zu nehmen. Denn die Hitze war so groß, dass sie selbst die Schaulustigen auf der Straße deutlich spüren konnten. Vorsorglich hatte die Polizei aber auch die Nachbarhäuser geräumt. Außerdem sperrte sie während des Löscheinsatzes die Wannebachstraße für den Verkehr.

Die Brandursache ist noch nicht bekannt

Erst gegen 7.30 Uhr konnten die letzten Feuerwehrleute wieder abrücken. Im Einsatz waren Führungsdienst, Hauptamtliche Wache sowie die Löschzüge aus Westhofen, Mitte, Ergste und Wandhofen. Hilfsbereite Nachbarn - darunter Ex-Stadtbrandmeister Bernd Schaumann - versorgten die Retter mit Kaffee und Mineralwasser.

Haus in Westhofen komplett ausgebrannt: „Man hat kein Zuhause mehr“

Komplett abgebrannt ist das Einfamilienhaus am Föhrenweg in Westhofen in der Nacht zu Samstag. © Feuerwehr Schwerte

Zur Brandursache konnte die Polizei am Sonntag noch keine Aussage machen. Es muss das Urteil eines Sachverständigen abgewartet werden. Einsatzkräfte vermuteten, dass der Ausbruchsherd anscheinend im Wohnzimmer gewesen sein könnte.

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