Hausfrauenbund gibt Tipps zum deutschen Obstliebling

Apfelernte

SCHWERTE Jetzt im Oktober ist die heimische Apfelernte in vollem Gange. Passend zur Jahreszeit hat Ursula Ackermann vom Deutschen Hausfrauenbund einige Tipps zusammengestellt.

19.10.2009, 17:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Frau Ackermann gibt Tipps zum Einkochen von Äpfeln.

Frau Ackermann gibt Tipps zum Einkochen von Äpfeln.

Im Gegensatz zu Sommer- und Herbstsorten entwickeln die Wintersorten ihr volles Aroma erst nach einigen Wochen Lagerung. Sie eignen sich besonders für die Bevorratung. Ideale Bedingungen bieten luftige Räume mit Temperaturen von 2 bis 5° C. Am besten lagern Äpfel auf Borden in Regalen so, dass sie sich nicht berühren. Für kleine Mengen eignen sich auch Gefrierbeutel. Diese sind wasserundurchlässig und verhindern ein Welken der Äpfel. Auf keinen Fall sollen Äpfel mit Gemüse oder Kartoffeln zusammen gelagert werden. Fremdgeschmack oder schneller Reifungsprozess könnten die Folge sein.

Bei der Bevorratung sollte das Obst aus der heimischen Region kommen, denn die Vermarktung geht dann direkt vom Erzeuger zum Verbraucher. Das Obst schmeckt besser, hat mehr Vitamine und lange Transportwege entfallen. Der Apfel ist in Deutschland das meist verwendete Obst. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt zwischen 30 und 40 kg pro Jahr, das entspricht vier bis fünf Äpfeln pro Woche.

Sein Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und leicht verdaulichen Kohlenhydraten macht den Apfel zu einem wertvollen Bestandteil unserer Ernährung. Sein Fruchtzucker in leicht löslicher Form liefert dem Körper schnell Energie. Durch den Gehalt an Pektin trägt der Apfel dazu bei, die Darmflora gesund zu erhalten. Seine Gerüstsubstanz sorgt als Ballaststoff für eine angenehme Sättigung, und die Gerbstoffe im Fruchtfleisch haben eine entzündungshemmende Wirkung auf die Magen- und Darmschleimhaut.

Für die Verarbeitung in der Küche sind Apfelsorten mit viel Fruchtsäure zu bevorzugen. Äpfel im Sauerkraut mitgekocht geben einen vorzüglichen Geschmack. Ursula Ackermann empfiehlt, Geflügel- oder Schweinebraten kurz vor Ende der Garzeit mit Apfelgelee zu bestreichen oder mit Apfelsaft abzulöschen. Die Soße schmeckt dann sehr pikant und herzhaft.

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