Hobbyfotograf aus Schwerte erwischte den „Supermond“ fast im ersten Versuch

mlzGanz besonderer Vollmond

Auf diese Gelegenheit hatte Johannes Voutsinas lange gewartet. In der Nacht zu Donnerstag bekam er den „Supermond“ in seiner vollen Pracht vor die Linse. Uns hat er seine Technik verraten.

von Maximilian Stascheit

Schwerte

, 20.02.2019, 13:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht mal ein Stativ hat Johannes Voutsinas für sein Foto gebraucht. Während der in der Nacht zu Mittwoch aufgrund seiner hellen Erscheinungsform und besonderen Nähe zur Erde gerne als „Supermond“ betitelte Planet in den meisten Teilen des Landes von einer dichten Wolkenfront verdeckt wurde, hatte der Schwerter aus seinem Hinterhof klare Sicht auf den Himmelskörper. 384.400 Kilometer betrug der Abstand des Mondes zur Erde in dieser Nacht. So nah wird er unserem Planeten erst wieder zu Weihnachten 2026 kommen.

„Ich hatte den ganzen Tag schon davon gelesen“, erzählt der Hobbyfotograf. Seine ersten Schritte in den Bereich der Fotografie machte der 42-Jährige durch ein Journalistikstudium, in dem auch die Pressefotografie ein Thema gewesen sei. „Ich habe mir später dann eine eigene Kamera gekauft und immer mehr ausprobiert“, erzählt der Schwerter mit griechischen Wurzeln.

Heute betreibt er einen eigenen Fotoblog und beschäftigt sich auch als Pressebeauftragter des Naturfreundehauses Ebberg viel mit Naturfotografie. „Mittlerweile ist das eine ganz große Leidenschaft von mir“, so Voutsinas.

Hobbyfotograf aus Schwerte erwischte den „Supermond“ fast im ersten Versuch

© Voutsinas

Klarer Himmel in Schwerte - ganz anders als im Januar

Am Dienstagabend sei ihm schon in seiner Wohnung aufgefallen, dass der Mond an diesem Abend tatsächlich ziemlich stark leuchtet. Also ergriff der die Chance, packte die Kamera und begab sich auf den Hinterhof seines Wohnhauses an der Beckestraße. Beim Blick in den Himmel wurde ihm schnell klar, dass die Voraussetzungen für das perfekte Foto des Naturphänomens in dieser Nacht tatsächlich besonders günstig waren.

Ganz anders als bei der Erscheinung des Blutmondes im Januar, habe die Technik seiner Kamera Nikon T900 hierbei keine Probleme gemacht. „Damals war der Mond so verdeckt, dass da absolut nichts zu machen war“, erinnert sich Voutsinas. Ohne Stativ, ganz frei Hand mit dem angelehnten Rücken zur Hauswand knipste er ab.

Mit einem Superzoom-Objektiv, das eigentlich für die Sportfotografie verwendet wird, nahm er das strahlende Objekt ins Visier. „Ich habe nur wenige Versuche gebraucht, bis ich das perfekte Bild hatte“, berichtete der Hobbyfotograf stolz. Wichtig sei ihm gewesen, den Mond mittig im Bild zu haben.

Ein bisschen Nachbearbeitung mit dem iPhone

Ganz ohne nachträgliche technische Hilfe kam die Aufnahme dann aber nicht zustande - mit dem iPhone XS verpasste er dem Foto den Feinschliff. „Das funktioniert super und damit bin ich einfach am schnellsten“, erklärt Voutsinas.

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