Hoffmann gibt nach Vorgängen in Herford sein Amt ab

Evangelisches Studienwerk Villigst

Die schwarze Kasse im Kirchenkreis Herford zieht Kreise bis ins Haus Villigst. Dr. Hans-Detlef Hoffmann hat sein Amt als Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Studienwerks Villigst niedergelegt.

SCHWERTE

von Von Reinhard Schmitz

, 01.03.2011, 21:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Hans-Detlef Hoffmann hat sein Amt als Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Studienwerks Villigst niedergelegt.

Dr. Hans-Detlef Hoffmann hat sein Amt als Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Studienwerks Villigst niedergelegt.

Nachdem die schwarze Kasse bekannt wurde, beschloss das Landeskirchenamt Bielefeld, Disziplinarverfahren gegen Verantwortliche beim Kirchenkreis Herford einzuleiten. Von dieser Entscheidung betroffen ist – so Pressesprecher Andreas Duderstedt – auch Dr. Hoffmann. Ein Disziplinarverfahren sei einzuleiten, wenn „zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen, die den Verdacht einer Amtspflichtverletzung begründen“, erklärt Duderstedt. Mögliche Maßnahmen begönnen mit Verweis, Geldbuße und Bezüge-Kürzung. In schwerwiegenden Fällen drohten Zurückstufung, Amtsenthebung oder die völlige Entfernung aus dem kirchlichen Dienst. Eine Verjährung, die bei leichteren Vergehen nach vier Jahren einsetzt, kommt laut Duderstedt bei Dr. Hoffmann nicht in Betracht, da dieser nach seiner Amtszeit als Superintendent noch bis 2010 als Theologischer Vizepräsident der Evangelischen Landeskirche wirkte. Und in dieser Eigenschaft hätte er die Pflicht gehabt, die Landeskirche über die schwarze Kasse zu informieren. Das Evangelische Studienwerk muss nun einen neuen Vorstandsvorsitzenden suchen, dessen Aufgabe vergleichbar ist mit dem Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft. Vier Mal im Jahr tagt dieses Gremium des Begabtenförderungswerks der Evangelischen Kirche, das derzeit 1050 Stipendiaten im Bacherlor- und Master-Studium sowie 250 Promovierende fördert. 

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