Im Detail: Der goldene Altar in Schwerte

St. Viktor

Zum Osterfest des Jahres 1523 erhielt die Schwerter St.-Viktor-Kirche ihren wohl bedeutendsten Schatz: den Antwerpener Schnitzaltar. Mit über 150 vergoldeten Figuren und 19 Bildtafeln ist er ein Meisterwerk aus einer Werkstatt, die fast schon eine Kunstfabrik war. Wir haben mal genauer hingeschaut.

SCHWERTE

, 25.03.2016, 05:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

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Die weitgehend vorgefertigten Teile kamen aus Antwerpen und wurden hier vor Ort zusammengebaut. Da die Kirche bereits ein nicht unbedeutendes Exemplar hatte, wurden dessen Alabasterfiguren von Jesus und den Aposteln von den Meistern der Lukasgilde, in der sich die Antwerpener Künstler für diese Produktionen zusammengeschlossen hatten, in den neuen Altar eingearbeitet. 

Eine Reliquie

In einem Schrein im Altartisch enthält er eine Reliquie. Angeblich sind es das Zungenbein und ein paar Kleidungsreste, die dem Heiligen Viktor von Xanten gehört haben sollen. Sie überstand wie die zahlreichen Mariendarstellungen auf dem Altar die Reformation.

Ein schweres Geschäft

Der Altar, der insgesamt vier Klappflügel hat, dient sowohl dazu, die Passionsgeschichte darzustellen, als auch zur Marienverehrung und zur Anbetung verschiedener Heiliger. Als Wandelaltar kann er entsprechend auf- und zugeklappt werden. Das ist allerdings ein schweres Geschäft, für das man mindestens drei Mitarbeiter braucht. Gemeinsam mit dem Kirchenkenner und Heimatforscher Friedhelm Arno Berthold haben wir uns den Altar im Detail angesehen und erzählen ausschnittweise die Passionsgeschichte.

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