Im früheren Adelsschloss residiert jetzt die Evangelische Kirche

Auflösung Rätsel 14

Haus Villigst ist fast 1000 Jahre alt. Seine jetzige Gestalt erhielt es vor 200 Jahren. Das Ensemble steht unter Denkmalschutz - genauso wie sein weit und breit einmaliger Landschaftsgarten.

Villigst

, 16.04.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Türmchen auf dem Torhaus weist den Weg in den Innenhof von Haus Villigst.

Das Türmchen auf dem Torhaus weist den Weg in den Innenhof von Haus Villigst. © Manuela Schwerte

Das Türmchen auf dem Torhaus grüßt Autofahrer, die auf der Iserlohner Straße unterhalb des Ohls vorbeifahren. In seinem Schatten geht es durch das schmiedeeiserne Tor in den Innenhof von Haus Villigst, das nach Angaben von Heimatforscher Ferdinand Ziese eine fast 1000-jährige Geschichte hat. Ursprung sei ein Rittergut gewesen, das zu den drei Fliehburgen im Ruhrtal gehörte.

Evangelischen Kirche übernahm das Herrenhaus 1948 in Erbpacht

Die Ritterburg wurde um 1815 abgerissen. An ihrer Stelle entstand am Ruhrufer 1819 das heutige Gebäude-Ensemble im klassizistischen Stil, das der Baumeister Engelbert Kleinhanz aus Wuppertal-Elberfeld für die Freiherren von Elverveldt entwarf.

Letzter adliger Besitzer wurde 1916 die Familie von Gemmingen. Seit 1948 hat die Evangelische Kirche von Westfalen das Haus Villigst per Erbpachtvertrag übernommen, um es als repräsentative Bildungs- und Tagungsstätte zu nutzen.

Park wurde von einem bedeutenden Gartenkünstler gestaltet

Nicht nur das historische Herrenhaus steht unter Denkmalschutz, sondern auch die Gartenanlage ringsherum. Sie wurde von dem bedeutenden Düsseldorfer Gartenkünstler Maximilian Friedrich Weyhe 1836 als Landschaftsgarten mit großzügigen Rasenflächen, Baumrondellen und Sitzbänken gestaltet.

Sein Sohn Joseph Clemens Weyhe erweiterte den Park 1868 noch einmal erheblich. Viele der alten Bäume sind immer noch vorhanden.

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