Im Wandhofener Bruch entstehen Flächen für mittelständische Firmen und ein Fußballstadion

mlzGewerbegebiete in Schwerte

Ein symbolischer Spatenstich gab den Startschuss für das Großprojekt auf dem ehemaligen Hoesch-Gelände. Im Hintergrund bemüht sich die Stadt schon um die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen.

Wandhofen

, 16.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Moderne Gewerbehallen und möglichst auch das größte Fußballstadion der Stadt. Noch war einige Fantasie vonnöten, um sich vorzustellen, was auf der Industriebrache zwischen der Wandhofener Straße und den Eisenbahngleisen am Bahnhof Schwerte entstehen soll. Seit einer Woche war der Bagger dabei, auf der wild zugewucherten Fläche aufzuräumen. Als Vorbereitung für den offiziellen Startschuss zum Bau des neuen Gewerbegebiets Wandhofener Bruch, zu dem Bürgermeister Dimitrios Axourgos, Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Grüll, Wirtschaftsförderer-Prokurist Christoph Gutzeit (Unna) und der Chef der beauftragten Tiefbaufirma die Spaten schwangen.

Insgesamt 72.000 Quadratmeter Nutzfläche

Locker gingen die Schaufeln in den bereitliegenden Erdhaufen. Weitaus mehr Kraft ist dort später gefragt, wenn genau an dieser Stelle eines der beiden Regenrückhaltebecken ausgehoben wird.

„Ich danke der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna für die Arbeit, die sie in dieses Projekt hineingesteckt hat“, sagte Axourgos. Seit 2015 wird daran gearbeitet, die vom Hoeschwerk nicht mehr benötigte Erweiterungsfläche für die Ansiedlung von mittelständischen Unternehmen nutzbar zu machen: „Das ist gut für die Stadt und die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.“ Insgesamt 72.000 Quadratmeter Nettofläche stehen zu diesem Zweck zur Verfügung. Je nach individuellem Bedarf teilbar zwischen 3.000 und 10.000 Quadratmetern.

Große Nachfrage nach Grundstücken

„Die Nachfrage nach diesem Gebiet ist hoch“, berichtete Gutzeit, dessen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna (WFG) 1,8 Millionen Euro in die Erschließung steckt. Sie soll bis August erledigt sein - samt Verlängerung der Hermann-von-Wanthoff-Straße, die durch einen Einschnitt in das ansteigende Gelände geführt wird. Und zwei mal 500 Meter Kanälen - jeweils getrennt für Regen- und Schmutzwasser. Im Sommer will Gutzeit auch schon das erste Grundstück verkauft haben. Erst am Donnerstag - so sagte er - habe er mit einem größeren Interessenten zusammengesessen. Branchen wollte er aber noch nicht verraten.

Intensive Gespräche mit Fußballvereinen

Parallel führt Axourgos für die Pläne eines Kunstrasen-Stadions mit Tribüne und zusätzlichem Kleinspielfeld am Rand des Geländes „intensive Gespräche mit allen Beteiligten“, also vor allem den Fußballvereinen VfL Schwerte und TuS Wandhofen als künftigen Nutzern: „Wir sind als Verwaltung intensiv dabei, dieses Großprojekt zu realisieren.“

Weil mit dem Wandhofener Bruch die derzeitigen Möglichkeiten für die Anlage von Gewerbegebieten so gut wie ausgeschöpft sind, bemüht sich Axourgos außerdem, weitere Flächen für diesen Zweck auszuweisen. Ein heißer Draht besteht deshalb zum Kommunalverband Ruhrgebiet, der mit einem neuen Regionalplan die Voraussetzungen schaffen kann.

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