Immer mehr Einwände gegen Stahlwerk

Planungsamt im Rathaus

WANDHOFEN Der Ansturm war groß. Über 100 Einwendungen gegen die Änderung des Flächennutzungsplans zu Gunsten des geplanten Stahlwerks stapeln sich im Planungsamt.

von Von Heiko Mühlbauer

, 29.10.2009, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Anschluss an das bestehende Hoesch-Werk soll das Stahlwerk entstehen.

Im Anschluss an das bestehende Hoesch-Werk soll das Stahlwerk entstehen.

Keinen Zweifel lässt Frank Weißenberg vom Bund für Umwelt- und Naturschutz, dass man klagen werde, wenn der Flächennutzungsplan geändert wird. Allerdings müsse das wahrscheinlich die Bürgerinitiative übernehmen, da die Klagemöglichkeiten des Bundes sehr eingeschränkt seien.

Anders als die Stadt geht Weißenberg davon aus, dass die Änderung des Flächennutzungsplans in diesem Fall bereits vorentscheidend sei und man deshalb alle, auch Umwelt-Aspekte berücksichtigen müsse. „Der Plan wird schließlich nur für Hoesch geändert“, argumentiert er. Deshalb greife auch die Argumentation nicht, man könne den Plan jetzt ruhig ändern, weil Bebauungsplan und Immissionschutzverfahren wichtiger seien. Dann könne man nur noch an den Rahmendaten etwas ändern.

Wann das Thema Stahlwerk im Rat wieder auf der Tagesordnung steht, ist noch fraglich. Denn zunächst müssen die rund 100 Einwendungen abgearbeitet werden. „Und es können auch noch mehr werden“, kündigt Morgenthal an. Denn obwohl am Mittwoch die Frist abgelaufen ist, will die Stadt bis heute noch verspätete Schreiben entgegennehmen. 

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