Immer mehr Lieferverkehr in der Fußgängerzone

Vermehrt Paketdienste

Alles klar geregelt. Bis 11 Uhr morgens dürfen Lieferfahrzeuge durch die Schwerter Fußgängerzone fahren, dann ist bis 19 Uhr Schluss. Eigentlich zumindest. Doch die Realität sieht oft anders aus. Einer der Gründe soll der zunehmende Internet-Handel sein.

SCHWERTE

, 23.03.2015, 18:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwischen 19 Uhr und 11 Uhr ist die Schwerter Fußgängerzone für den Lieferverkehr frei - danach ist Schluss. Doch daran hält sich nicht jeder.

Zwischen 19 Uhr und 11 Uhr ist die Schwerter Fußgängerzone für den Lieferverkehr frei - danach ist Schluss. Doch daran hält sich nicht jeder.

Auch nach der zulässigen Zeit wirken Passanten bisweilen eher wie Komparsen an einer Slalomstrecke für Klein-LKW. Der sicherste Weg führt dann für die Fußgänger im Schutz der Vordächer und Markisen entlang. Denn unter denen passt in der Regel kein Transporter hindurch, von denen immer mehr über die Flaniermeile rollen.

„Es werden auch immer mehr Paketdienste“, erklärt der langjährige Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Joachim Kockelke: „Und es werden immer mehr Kleinbestellungen durchgeführt  - auch von den Anwohnern.“ Hintergrund für diese Entwicklung sei der zunehmende Internet-Handel.

Noch keine "bedrohlichen Ausmaße"

Bedrohliche Ausmaße habe der Lieferverkehr in der Fußgängerzone aber noch nicht angenommen, sagt Kockelke. Auch bei der Stadt seien noch „keine großen Beschwerden“ eingegangen, berichtet Pressesprecher Carsten Morgenthal. Für Handwerker- oder Umzugsfahrzeuge könnten außerdem auf Antrag Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. Das hätten im vergangenen Jahr fünf Privatpersonen und 24 Firmen gewünscht.

Ansonsten werde Falschparken von den Politessen mit 30 Euro - bei Behinderung mit 35 Euro - geahndet. Das Hineinfahren in den Fußgängerbereich kostet laut Polizei ein Verwarngeld von 20 Euro. Wie oft jemand erwischt wurde, wird weder bei der Stadt noch bei der Polizei in der Statistik gesondert erfasst.

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