Das Unwetter hat Deutschland übel mitgespielt. Auch Schwerte war betroffen. © Archiv
Meinung

Influencer als Spenden-Engel – aber bitte nicht in Schwerte!

Spenden-Aufrufe zwischen Schminktipps und Werbung: Influencer machen derzeit endlich mal etwas Sinnvolles, meint unsere Autorin. Doch von Schwerte können sie sich getrost fernhalten.

Influencer kennen wir alle als Menschen, die sich in den sozialen Medien selbst vermarkten. Sie verstehen es, ihre Kleidung, ihr Essen, ihre Familie und im Grunde ihr gesamtes Leben in Szene zu setzen.

Obwohl das eigentlich nervt, kann auch ich mich nicht davon freisprechen, dem ein oder anderen Influencer auf Instagram zu folgen. Dabei sieht man fast überall das gleiche: Top gestylte Menschen, die ein augenscheinlich perfektes Leben führen und meist sinnbefreit vor sich hin reden.

Seit Deutschland von heftigen Unwettern getroffen wurde und Teile unseres Landes im Hochwasser versunken sind, finden sich zwischen Schminktipps und Eiweißpulver-Werbungen jedoch immer häufiger Spendenaufrufe und Hinweise, wo was gebraucht wird.

Man muss nicht alles davon gut finden. Aber ich finde es doch schön zu sehen, dass Influencer ihre Reichweite endlich sinnvoll nutzen – und teils sogar selbst spenden oder mit anpacken. Trotzdem bin ich heilfroh, dass es dieses Spenden-Engel-Phänomen nicht in Schwerte gibt.

Unser Städtchen ist wohl zu klein und zu wenig betroffen, um Influencer auf den Plan zu rufen, die hier mit ihren Kameras herumrennen und die Katastrophe filmen. Zum Glück! Mir sind kleine Aufrufe und Aktionen von den Schwertern deutlich sympathischer – und da weiß man auch wirklich, wo das Geld ankommt.

Über die Autorin
Redakteurin für Schwerte und den Dortmunder Süden
Redakteurin, davor Studium der angewandten Sprachwissenschaften in Dortmund und Bochum. Sportbegeistert und vor allem tänzerisch unterwegs.
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Carolin West

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