Ingolf Lück gab aberwitzige Tipps, wie man den Alltag meistert

Schwerter Kleinkunstwochen

Entertainer Ingolf Lück gastierte mit seinem Soloprogramm „Sehr erfreut!“ in der Aula des Friedrich-Bährens-Gymnasiums – ein mit Pointen gefüllter Beitrag zu den Schwerter Kleinkunstwochen.

Schwerte

, 17.02.2019, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ingolf Lück gab aberwitzige Tipps, wie man den Alltag meistert

Ingolf Lück trat im Rahmen der Schwerter Kleinkunstwochen in der technisch gut ausgestatteten Aula des Friedirch-Bährens-Gymnasiums auf. © Bernd Paulitschke

Das ging Schlag auf Schlag: Hellwach mussten die rund 280 Besucher in der ausverkauften Aula des Friedrich-Bährens-Gymnasiums sein – mit absoluter Schlagfertigkeit und viel Wortwitz überzeugte Ingolf Lück am Samstagabend. Der Schauspieler, Kabarettist, Fernsehstar und Musiker brillierte mit allerlei „Lebensweisheiten“ und hatte zudem rhetorisch gekonnt aberwitzige und humorvolle Tipps für das Alltagsleben mitgebracht.

Premiere für die technisch modern ausgerüstete Schulaula

„Ich finde Ingolf Lück toll – er ist ein Theatermensch und war einer meiner Wunschkandidaten“, sagte Holger Ehrich, Leiter des Kulturbüros und Chef der Kleinkunstwochen zur Künstlerauswahl und freute sich über den reichlichen Zulauf in einer neuen Kleinkunstwochen-Spielstätte. „In unsere frisch herausgeputzte Aula konnten wir dank erfolgter Spenden einiges investieren“, erklärte FBG-Schulleiter Heiko Klanke als Hausherr des Veranstaltungsortes: „Neue Lautsprechertechnik, ein professionelles, digitales Mischpult und Licht in LED-Technik.“ Und um den Getränkeverkauf kümmerte sich die Schülervertretung des Gymnasiums – alles gute Voraussetzungen für einen rundum gelungenen Abend und einer Premiere für das FBG.

Von feinsinnig bis bissig

Bei schlichtem Bühnenbild mit Tisch und Stuhl stand der Protagonist im Mittelpunkt: Ingolf Lück nahm die Zuschauer mit auf eine kleine Reise durch einige seiner Erlebnisse: Charmant, mit viel Witz und feinsinnigem, teils bissigen Humor – Teilnahme am Lück`schen Leben und Selbstironie inklusive. So philosophierte und grübelte Lück über das Altern: „Zwei Drittel meines Lebens sind statistisch vorbei – ich bin viertel vor Tod“, so der 60-Jährige: „Den meisten Teil meiner Gage werde ich in Deo investieren, um den mich überwehenden Friedhofsgeruch zu überdecken.“ Schlagfertig wie zu Zeiten seiner ARD-Musik-Show „Formel-Eins“ oder der legendären „Wochenshow“, die er erfolgreich im Fernsehen moderierte, präsentierte sich Ingolf Lück auf der FBG-Bühne.

Fernsehsendungen auf die Schippe genommen

„Sechs Monate nach Let’s Dance kann ich jetzt wieder laufen“, sagte Lück zu seinen tänzerischen TV-Auftritten bei dem populären Wettbewerb im vorigen Jahr. Scharfzüngig gab sich Lück auch zu den Fernsehsendungen ‚Bauer sucht Frau‘ oder zur Auswanderer-Doku-Soap ‚Goodbye Deutschland‘: „Und die sprechen noch nicht mal ein Wort kanarisch“, so der Kommentar über Auswanderer auf der spanischen Inselgruppe.

Ingolf Lück gab aberwitzige Tipps, wie man den Alltag meistert

Ingolf Lück begeisterte mit feinsinnigem bis bissigen Humor. © Bernd Paulitschke

Auch seine politischen Statements kamen nicht zu kurz. Und für sich selbst könnte er sich (augenzwinkernd) auch eine politische Karriere als „Ingolf den Großen“ vorstellen. „Dann gäbe es an jedem Rolltreppenende eine Falltür. Für diejenigen, die dort länger als eine Sekunde stehen bleiben, würde gelten: Falltür auf!“ So auch für Studenten, die an den Kassenrollbändern die Flaschen immer quer hinlegen und sich wundern, dass diese hin und her rollen: Falltür auf, argumentierte Lück.

Mit viel Applaus belohnten die Zuschauer den Künstler, der sich mit einer Zugabe bedankte. „Ein absolut unterhaltsamer Abend“, so eine Besucherin. Und vielleicht klappt es ja mit dem diesjährigen Kleinkunstpreis-Gewinn, bei der letzten Let’s-Dance-Staffel ging Lück ja schließlich auch als Sieger hervor.

So geht’s weiter mit den Schwerter Kleinkunstwochen

  • Samstag, 2. März, 19.30 Uhr, Kulturbühne. Oper légère: „Fledermaus“.
  • Freitag, 29. März, 19.30 Uhr, Rohrmeisterei, Ruhrstraße 20. Tahnee: „#geschicktzerfickt“.
  • Freitag, 17. Mai, 19.30 Uhr, Kulturbühne in der Musikschule. Suchtpotenzial: „Eskalatiooon!“.
  • Freitag, 24. Mai, 19.30 Uhr, Rohrmeisterei. Jan Philipp Zymny: „How to Human“ und Verleihung des Schwerter Kleinkunstpreises 2018.
  • Sonntag, 26. Mai, 19 Uhr, Sparkasse Schwerte, Postplatz 3. Ingo Oschmann: „Schönen Gruß, ich komm zu Fuß“. www.kuwebe.de
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