Internet-Abzocke wird zunehmendes Beratungsthema

Verbraucherzentrale

Das Thema Abzocke in der digitalen Welt bekommt zunehmend Gewicht. Rund 40 Prozent der Beratungen der Verbraucherzentrale Schwerte beschäftigen sich mit Abofallen sowie vermeintlich kostenlosen Webseiten und Downloads.

SCHWERTE

von Von Tobias Nordmann

, 12.04.2011, 00:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Angelika Weischer, Angelika Kestermann, Wolfram Kuschke, André Stinka und Klaus Müller (v.l.) trafen sich in der Verbraucherzentrale zum Thema Internetabzocke.

Angelika Weischer, Angelika Kestermann, Wolfram Kuschke, André Stinka und Klaus Müller (v.l.) trafen sich in der Verbraucherzentrale zum Thema Internetabzocke.

Um der „Wild-West-Manier“ einiger Anbieter entgegenzuwirken, fordert Müller ein Erkennungszeichen für kostenpflichtige Seiten. „Eine Art Warn-Button“, erklärt er und rennt damit offene Türen bei den Landespolitikern ein. „Wir wollen in der digitalen Welt faire Bedingungen“, sagt der SPD-Politiker André Stinka (MdL), der zum Thema Internet-Abzocke mit dem Landtagsabgeordneten Wolfram Kuschke in der Verbraucherzentrale zu Besuch war.Doch es sind nicht nur die Anbieter, die sich mit ihren Methoden falsch verhalten. So mahnen die Verbraucherzentralen auch das Nutzungsverhalten der User an. Viele seien zu blauäugig in der digitalen Welt unterwegs und begingen durch das Herunterladen von Filmen und Musik Urheberrechtsverletzungen. Diese werden juristisch angezeigt, aber häufig mit überzogenen Forderungen versehen. „Diese neue Art der Abzocke wird zu einem Schwerpunkt unserer Arbeit“, so Beratungsstellenleiterin Angelika Weischer.

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