Jugendgerichtshilfe tagte in Schwerte: Umgang mit jungen Straftätern

SCHWERTE Wie wichtig der richtige Umgang mit jungen Straftätern ist, zeigt nicht zuletzt die am Dienstag aufgeklärte Überfallserie. Ebenfalls am Dienstag hatte der Verein für Soziale Integrationshilfen Schwerte (VSI) zum 1. Schwerter Jugendgerichtshilfetag geladen.

von Jan-Ole Niermann

, 11.03.2009, 15:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jugendgerichtshilfe tagte in Schwerte: Umgang mit jungen Straftätern

Über den richtigen Umgang mit jugendlichen Straftätern wurde im Naturfreundehaus am Ebberg diskutiert.

Das Motto der Veranstaltung im Naturfreundehaus lautete "Besser - Schneller - Hand in Hand!?". Gut 20 Experten von Staatsanwaltschaft, Polizei, Jugendgerichtshilfe und VSI beschäftigten sich mit Möglichkeiten zum Umgang mit straffälligen Jugendlichen. Im Zentrum der Dikussion stand dabei besonders das Modell "Gelbe Karte, bis hierhin und nicht weiter"."Gelbe-Karte"-Verwarnung wie im Fußball Mit dem Projekt will die Landesregierung erstmals auffällig gewordenen Jugendlichen helfen, ihre "kriminelle Karriere" zu beenden, bevor sie richtig begonnen hat. Dazu werden die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Eltern zu einem "Gelbe-Karte-Termin" eingeladen. Nach Vernehmung und Anhörung durch die Jugendgerichtshilfe entscheidet die Staatsanwaltschaft, inwieweit erzieherische Maßnahmen ergriffen werden müssen. Die "Gelbe Karte" erinnert an die Verwarnung im Fußball. Sie soll den Jugendlichen verdeutlichen, dass sie bei der nächsten Tat mit drastischeren Konsequenzen rechnen müssen.Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendgerichtshilfe und VSI verbessern Das Konzept soll außerdem die Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendgerichtshilfe und VSI verbessern. Guido Künemund, Leiter des Jugendkommissariats Hagen, schilderte seine Praxiserfahrungen mit diesem Modell in Hagen. Anschließend wurden Pläne zur Umsetzung des Projekts in Schwerte erarbeitet.

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