Karibik am Kreinberg: Mit Verspätung warf Carlos seinen Anker

mlzJahresrückblick 2019

Lange geplant, denn alles sollte perfekt sein. Im Juni legte das Piratenschiff endlich am Kreinberg an. Eine Walfängerlegende und uralte Eichen. So war die Reise von „Carlos der Pirat“.

Schwerte

, 30.12.2019, 14:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange hat es gedauert - im Juni legte das Piratenschiff von Carlos dann am Kreinberg an. Die Karibik an den Kreinberg zu bekommen, entpuppte sich schwieriger als gedacht.

Das lange Warten hat sich gelohnt

Eigentlich wollte der über Dortmund hinaus bekannte Gastronom Carlos Couto sein portugiesisches Restaurant schon im Oktober 2018 eröffnen. Durch den aufwendigen Umbau verzögerte sich das Projekt allerdings – und das sogar mehrmals. Gelohnt hat es sich am Ende trotzdem. Seit Pfingstsamstag ist Schwerte um eine kulinarische Attraktion reicher - ob Piri-Piri, Tapas oder selbstkreierte Desserts.

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Ein Geisecker Tischlermeister verbaute uraltes Holz

Die Gäste sollen nicht nur kulinarisch verwöhnt werden – auch das Ambiente ist eine Reise an einen karibischen Hafenkai. Der Tischler- und Zimmermeister Oliver Liebeck aus Geseicke arbeitete dafür rund ein halbes Jahr an einem Dreimaster samt acht Meter hohem Segel und Gallionsfigur. Die uralten Eichenbalken des Piratenschiffes stammen aus Abbruchhäusern und sind wohl älter als die Gaststätte am Kreinberg selbst. Insgesamt dauerte der Totalumbau, bei dem eigentlich nur die alte Wendeltreppe aus Marmor erhalten blieb, zwei Jahre.

Aus 200 bis 300 Jahre alten Eichenbalken baute Tischlermeister Oliver Liebeck im Kreinbergsaal das Segelschiff für "Carlos der Pirat"

Aus 200 bis 300 Jahre alten Eichenbalken baute Tischlermeister Oliver Liebeck im Kreinbergsaal das Segelschiff für "Carlos der Pirat" © Reinhard Schmitz

Die Fortsetzung einer Geschichte

Im Juni setzte „Carlos der Pirat“ dann endlich seine Segel und legte am Heimathafen Kreinberg an. Für Betreiber Carlos Couto ist es bereits die dritte Gaststätte und die Weiterführung einer eigenen Geschichte. Im Jahr 2000 eröffnete der Gastronom in Dortmund-Benninghofen sein erstes Restaurant. Als Walfängerkneipe folgte sie der Legende, dass sein Urgroßvater der letzte Walfänger aus Portugal gewesen sei. Vor mehreren Jahren eröffnete dann ein zweites Restaurant in Lünen unter dem Namen „Carlos, der Seefahrer“ – auch hier gibt es ein Segelschiff. „Carlos, der Pirat“ in Schwerte ist aber Coutos größtes und aufwendigstes Projekt bisher und bietet Plätze für 190 Gäste.

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Piraten-Premiere mit Karibik-Flair

Kurz vor der Eröffnung verzögerte die Lieferung einiger Spezialstühle aus Frankreich nochmals die Piraten-Premiere – es sollte schließlich alles perfekt sein. Zur Eröffnung am Pfingstsamstag wurden schließlich prominente Gäste geladen – mit echtem Karibik-Flair am Krainberg. Aus einem Soundsystem an Decke erklang Möwengeschrei und das Rauschen einer sanften Brandung. Ab und zu war auch das Kampfgetümmel einer Seeschlacht an der Südsee zu hören. Eine Woche später durften auch zahlende Gäste auf dem Piratenschiff Platz nehmen und sich portugiesische Spezialitäten servieren lassen.

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