Katalog der Möglichkeiten

SCHWERTE Das Buch der Bücher braucht nicht viel Platz. Das Buch der Bücher hat kein Problem damit, dass das FreiwilligenZentrum "Die Börse" nach dem Umzug in das Pfarrheim St. Marien nur noch einen Raum zu Verfügung hat.

von hob

, 28.09.2007, 18:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Buch der Bücher ist eigentlich ein Ringbuchordner und das wichtigste Instrument der Börse - es ist der "Katalog der Möglichkeiten". Ein Tisch, ein Computerarbeitsplatz, zwei Schränke. Das Ausmaß der Heimatbasis spiegelt in keiner Weise das Ausmaß der Bedeutung des FreiwilligenZentrums wider. Doch Ernst Schmerbeck, der Vorsitzende des FreiwilligenZentrums, lächelt zufrieden: "Das ist genau, was wir gebraucht haben" (wir berichteten). Nur die Besucher dieses Raumes bekommen den Katalog der Möglichkeiten zu sehen. In dieses Büro kommen Menschen, die bei ihrem ersten Besuch meistens sagen: "Ich möchte gerne etwas tun, weiß aber nicht was." Der Katalog weiß die Antwort. "In dem Katalog haben wir 80 Tätigkeiten zusammengefasst, die uns die Vereine und Verbände für ehrenamtliche Helfer genannt haben", erklärt der ehemalige Stadtdirektor Ernst Schmerbeck.

Noch jeder der bislang rund 400 Freiwilligen wurde in dem Katalog fündig: Arbeit mit Kindern, Arbeit mit Senioren, Arbeit im Büro, Arbeit an der frischen Luft - alles ist möglich. Gestartet war der Katalog als Sprungbrett für aktive Menschen in eine ehrenamtliche Tätigkeit. Längst katapultiert der Katalog die Ratsuchenden viel weiter. "Eine Frau, der wir eine Bürotätigkeit bei einem Schwerter Verein vermittelt haben, ist mittlerweile Übungsleiterin", weiß Ernst Schmerbeck zu erzählen.

Vorteil bei der Jobsuche

In der Zwischenzeit gab es auch eine Rückmeldung aus der Agentur für Arbeit. Die Börse stellt ihren Freiwilligen den "Landesnachweis über ehrenamtliche Tätigkeiten" aus. Diese Bescheinigung hat schon bei so mancher Bewerbung den Ausschlag für den Zuschlag gegeben. "So eine Bescheinigung sagt viel über einen Menschen aus. Die Firmen sehen, dass sie einen Menschen einstellen, der sich engagiert und Verantwortung übernimmt", so der Börsen-Chef. Deshalb sind es nicht nur Senioren, die sich in ihrem Ruhestand unwohl fühlen, sondern immer öfter auch Arbeitslose, Studenten und Schüler, die sich den Katalog der Möglichkeiten zeigen lassen. Das FreiwilligenZentrum Die Börse" unter der Anschrift Goethestraße 22, im Pfarrhaus St. Marien zu erreichen. Die Öffnungszeiten (Di. 17 bis 19 Uhr und Mi. 9 bis 11 Uhr) bleiben ebenso bestehen, wie die Telefonnummer 25 70 94.

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