Kein klares Bild nach Messerstecherei in Westhofen

"Wer so zusticht, will töten"

Nach der Messerstecherei in der Silvesternacht in Westhofen werden derzeit alle Zeugen und Beteiligten von der Polizei vernommen. Die Ermittlungen erweisen sich als mühsam, nicht zuletzt weil auch Alkohol im Spiel war. Der Vater eines der Opfer hat sich nun zu den Vorfällen geäußert und ist überzeugt: "Wer so zusticht, will töten.“

WESTHOFEN

, 05.01.2016, 18:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

Alle Zeugen und Beteiligten der Messerstecherei in der Silvesternacht in Westhofen werden derzeit von der Polizei vorgeladen und vernommen. Noch habe man kein klares Bild von der Tat, die Ermittlungen seien aber im Gange, erklärte Polizeisprecherin Ute Hellmann am Dienstag auf Anfrage.

Derweil hat sich in der Schwerter Lokalredaktion der Vater eines der Opfer gemeldet. Er widerspricht der Darstellung der Polizei, es habe sich um eine Auseinandersetzung zwischen Jugendgruppen gehandelt. „Das war ein Angriff“, so der Vater. Er ist außerdem überzeugt, dass der Täter im Anschluss selbst im Krankenhaus gelandet sei und deshalb einfach zu fassen gewesen wäre.

Glück im Unglück

Seine Tochter und deren Freund hätten in der Nacht nach der Party auf ein Taxi gewartet, als plötzlich eine Gruppe Jugendlicher auf sie zugekommen sei. Zunächst hätte eine Frau aus der Gruppe seine Tochter an den Haaren gezogen und auf den Boden geworfen. Als der Freund zu Hilfe kam, sei er von dem Täter niedergestochen worden.

„Meine Tochter ist dann geflohen und zur Party zurück, um Hilfe zu holen“, so der Vater. Erst dann sei es zu der Auseinandersetzung gekommen, weil Partygäste eingegriffen hätten. Es sei ein Wunder, dass der Freund seiner Tochter noch lebe. „Wer so zusticht, will töten“, ist der Vater überzeugt.

Bei der Polizei verweist man auf die anstehenden Vernehmungen der Beteiligten. Vera Howanietz von der Pressestelle in Unna betonte: „Da war Alkohol im Spiel. Aussagen von alkoholisierten Zeugen muss man sorgfältig prüfen.“

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