Kleinkunsttage: Instrumenten-Duell mit Gogol und Mäx

SCHWERTE Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Gogol, der ernsthafte Frackträger mit dem glatten, korrekt gescheitelten Haar. Und Mäx, der wieselflinke, wirrhaarige Wirbelwind mit den viel zu großen Schuhen. Doch gerade das ist das Erfolgsrezept der Musikakrobaten. Und damit kamen sie auch bei den 48. Schwerter Kleinkunsttagen bestens an.

von Von Jaqueline Schneider

, 08.03.2009, 13:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kleinkunsttage: Instrumenten-Duell mit Gogol und Mäx

Gogol & Mäx (v.r.): Bei den Schwerter Kleinkunsttagen präsentierten sie sich musikalisch und komödiantisch gut.

Von der Trompete über die Violine bis zum Glockenspiel hat Mäx alles dabei. Aus den Tiefen des Bühnenraumes schleppt er unter begeistertem Jodeln sogar ein Alphorn herbei. Solange die Melodien mit dem Klavier harmonisieren, ist Gogol zufrieden, lässt den Dingen seinen Lauf. Doch wehe, Mäxens Spiel gewinnt eine unaufhaltbare Eigendynamik. Dann sieht sich der Pianist gezwungen, seinem musikalischen Widersacher das Instrument zu entreißen. „Dilletanto penetranto!“, ruft der Meister, während sich der Kleine unbekümmert neue Schandtaten ausdenkt.

Schließlich ist es soweit: Der bedächtige Gogol lässt sich vom Feuer der Improvisation anstecken. Gemeinsam mit Mäx spielt er kopfüber vierhändig Klavier, balanciert das Alphorn hinauf, zertrümmert beim leidenschaftlichen Flamenco auf der Gitarre einen Stuhl. Ganz nebenbei zeigt sich, dass Gogol und Mäx wirklich jedes Instrument beherrschen, und sogar Salatschüsseln und Weingläsern mitreißende Rhythmen und traumhafte Melodien entlocken.

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