Beim Streit um den Verbleib von Marktbäumen auf dem Marktplatz bahnt sich ein Kompromiss an. © Jörg Bauerfeld
Antrag im Rat

Kompromiss in Sicht: Können die Marktbäume stehen bleiben?

Können die Bäume am Markt doch stehen bleiben? Drei Parteien im Rat versuchen, einen Kompromiss zu finden. Dazu müssen die Planer aber noch einmal ans Reißbrett.

In die Diskussion um den Erhalt der Bäume auf dem Schwerter Markt kommt Bewegung. Und zwar von Seiten der Ratspolitik. In einem gemeinsamen Antrag drängen SPD, CDU und Grüne auf eine Überprüfung der Pläne.

„Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit Riehl Bauermann und Partner Landschaftsarchitekten zu prüfen, ob die vier Bäume im Bereich der geplanten Marktterrassen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten an ihrem Standort erhalten bleiben können. Hierzu sind Vergleichsberechnungen zum Erhalt der Bäume in Verbindung mit dem Einbezug in die Treppenanlage einerseits und einer Nachpflanzung nach jetziger Planung andererseits vorzulegen.“

So heißt es in dem Antrag, der am 29. September im Rat behandelt werden soll. Und auch den Erhalt der beiden Bäume an der Brückstraße, die eigentlich fallen sollten, will man noch mal überprüfen.

Parkplätze in der Brückstraße überplanen

Dazu dürften auch die Parkplätze gegenüber des alten Rathauses (Ruhrtal-Museum) überplant werden, wenn das eine andere Variante der Bushaltstelle möglich machen würde. Sowohl für die Treppenanlage als auch für die Brückstraße sollen die Kosten und die Auswirkungen auf die Planung ermittelt werden.

So hoffe man, eine Lösung zu finden, die sowohl im Rat als auch in der Bevölkerung einen breiten Konsens finden werde. Unterschrieben ist der Antrag von den Fraktionsvorsitzenden Angelika Schröder (SPD), Marco Kordt (CDU) und Bruno Heinz-Fischer (Grüne).

Auch Parteien waren sich uneins

Bei der Ratssitzung im Juli standen sich nicht nur Stadt und die Bürgerinitiative zum Erhalt der Bäume gegenüber. Auch durch die Ratsfraktionen ging ein Riss. Während die SPD sich damals auf der Seite der Mehrheit der Bevölkerung sah und die Pläne zur Umgestaltung des Marktes verteidigte, hatten die Grünen für die Bürgerinitiative Partei ergriffen.

Fördermittel blieben aus

Bei der Umgestaltung des Marktplatzes sind nach den aktuellen Plänen einige Bäume im Weg. Die sollten zunächst gefällt, später dann nach Ansicht der Verwaltung umgepflanzt werden. Ein Verfahren, dessen Machbarkeit von der Bürgerinitiative bezweifelt wird. Die Stadt hatte zudem argumentiert, dass man ja zum Ausgleich mehr Bäume pflanzen wolle.

Eigentlich wollte man mit der Sanierung des Marktplatzes schon beginnen, aber die erwarteten Fördermittel vom Land wurden in diesem Jahr nicht bewilligt. Nun hofft man, im kommenden Jahr bei der Förderrunde einen Zuschlag zu bekommen.

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Heiko Mühlbauer

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