Blühstreifen verschönern gerade viele Schwerter Felder. Das weckt Begierden. Und zwar nicht bei Bienen. © Martina Niehaus
Meinung

Kostenlose Blumen am Feldrand: Bedient euch, Leute!

Schwerter Landwirte haben an vielen Feldern Blühstreifen gepflanzt. Die bunten Blumen werden aber oft einfach gepflückt. Das ist praktisch und günstig, findet unsere Autorin. Vorsicht: nicht ganz ernst gemeint.

Wenn die Landwirte die Blumensorten aufzählen, die gerade auf ihren Blühstreifen wachsen, hat man fast den Duft der Pflanzen in der Nase. Sonnenblumen, Phacelia, Malven, Wicken, Koriander, Buchweizen.

All das wächst am Wegesrand. Und wartet nur darauf, weggepflückt zu werden. Ist ja auch ungeheuer praktisch: Kurz mit dem Rad angehalten, fünf Sonnenblumen abgeschnitten und ins Körbchen gepackt. Da hat man glatt zehn Euro gespart. Wie der Schotte, der hinter dem Bus herläuft. Manche radeln anschließend fröhlich klingelnd an dem verblüfften Landwirt vorbei.

Noch besser klappt es direkt am Straßenrand. Da passt gleich eine ganze Kofferraumladung Blumen rein. Und man hat glatt fünfzig Euro gespart. Wie der Schotte, der hinter dem Taxi herläuft.

Wie heißen noch diese summenden Biester?

Wird man angesprochen, kann man unschuldig die Achseln zucken. Schließlich stehen nirgendwo Verbotsschilder. Das wollen die Landwirte nämlich nicht, weil sie auf das Verständnis der Leute hoffen.

Und jetzt kommt es: Die Blumen sind eigentlich gar kein kostenloses Geschenk. Es kostet viel Geld, sie zu pflanzen. Gedacht sind sie für diese kleinen, summenden Biester. Die mit dem Stachel. Wie heißen sie noch? Genau, Bienen.

Also, liebe Schwerter: Genießt den Anblick. Aber behaltet die Finger bei euch. Und wenn ihr eine Sonnenblume wollt, kauft euch eine. Kostet ein bis zwei Euro das Stück im Blumenladen. Abgemacht?

Über die Autorin
Redakteurin
Begegnungen mit interessanten Menschen und ganz nah dran sein an spannenden Geschichten: Das macht für mich Lokaljournalismus aus.
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