In der Kuhstraße klärte die Polizei gleich zwei Fälle von Fahrerflucht auf. © Bernd Paulitschke (Archiv)

Kuhstraße: Lkw-Fahrer fährt nach Unfall direkt vor den Augen der Polizei weiter

Während die Polizei eine Unfallflucht in der Kuhstraße ermittelt, knallt es hinter ihnen wieder. Ein Brummi-Fahrer hat einen Betonpoller ausgerissen und auch er fährt einfach weiter.

Einen lauten Knall lockte eine Anwohnerin der Kuhstraße am Donnerstagmittag (27.5.) ans Fenster. Ein anderes Fahrzeug hatte offensichtlich den Seitenspiegel ihres dort geparkten Wagens abgerissen. Sie konnte noch einen weißen Lieferwagen erkennen, der auf der Straße Richtung Süden fuhr.

Zeuge hatte versucht den Wagen aufzuhalten

Ein Zeuge, der den Unfall beobachtet hatte, versuchte noch den Fahrer des Lieferwagens zu stoppen, doch der fuhr weiter. Die Geschädigte rief die Polizei. Während eine Streifenwagenbesatzung der Polizei gegen 14.05 Uhr die Verkehrsunfallflucht aufnahm, hörte einer der beiden eingesetzten Beamten einen lauten Knall in unmittelbarer Nähe.

Als er sich zur Kreuzung Kuhstraße/Goethestraße umdrehte, beobachtete er, wie sich etwa 30 Meter entfernt eine weitere Verkehrsunfallflucht ereignete: Ein rumänischer Fahrer eines Sattelzugs fuhr einen massiven Begrenzungspoller um und riss ihn dadurch aus der Pflasterung. Der Mann setzte seine Fahrt fort, ohne sich um eine Schadensregulierung zu kümmern.

Polizei konnte den Lkw stoppen

Die Polizeibeamten stiegen in den Streifenwagen und fuhren dem Lkw hinterher, um diesen zu stoppen. Rund 400 Meter weiter hielten die Einsatzkräfte den Sattelzug an. Auf die Frage, ob er den Unfall bemerkt habe, verweigerte der Fahrer die Antwort. Auf den 53-jährigen Fahrer kommt nun ein Strafverfahren wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu.

Die erste Unfallflucht konnte übrigens auch geklärt werden. Der Lieferwagen gehörte zu einer Firma, der Fahrer wurde ermittelt. Auch er habe angegeben, den Unfall nicht bemerkt zu haben, so die Polizei.

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Heiko Mühlbauer

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