Kurioser Knöllchen-Streit in Schwerte

Werbeanhänger sorgt für Ärger

Über 20 Strafzettel haben sich im Briefkasten von Ruhrflair-Veranstalter Jörg Rost im Vorfeld des Festivals gesammelt. Immer ging es um den Anhänger, der am Ostentor für die Veranstaltung warb. Jetzt steht an der Stelle der Anhänger mit Werbung für das Welttheater der Straße. Auf Anweisung des städtischen Kulturbetriebs und bislang knöllchenfrei.

SCHWERTE

, 11.08.2015, 15:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kurioser Knöllchen-Streit in Schwerte

Jörg Rost mit dem neuen Werbeanhänger für das Welttheater der Straße an der Kreuzung Schützenstraße/Bethunestraße.

Jörg Rost hat sich mit den Strafzetteln vom Ordnungsamt in die Beschwerdeabteilung des Rathauses gewandt. Dort hat er die Auskunft bekommen, dass in diesem Fall nichts zu machen sei.

Begonnen hat die Geschichte bereits im Vorfeld des Musikfestivals, das am vergangenen Wochenende stattgefunden hat.  Veranstalter Jörg Rost ist nach einem Gespräch davon ausgegangen, dass er kostenfrei für das Festival werben durfte.

Zehn Euro Strafe pro Tag

Jutta Pentling, Fachdienstleiterin bei der Stadt, sieht das anders. Es sei um die Anträge auf Sondernutzung für das Festival an sich gegangen. 

Den Werbebanner hat Jörg Rost bereits vor seinem Urlaub auf den Autoanhänger gezogen und noch vor seinem Urlaub an der Kreuzung am Ostentor abgestellt. Als er zurückkam fand er für jeden Tag dieses unerlaubten Parkens auf städtischem Grund ein Knöllchen über zehn Euro vor. Rund 20 seien zusammengekommen, so Rost.

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Der Veranstalter hat die Knöllchen bezahlt. Aus allen Wolken sei er gefallen, als er jetzt vom städtischen Kulturbetrieb den Auftrag erhielt, Werbung für dessen Festival "Welttheater der Straße" zu machen, so Rost.

Am gleichen Standort

Unter anderem war dort als Standort für einen Anhänger mit einem Werbebanner die Kreuzung am Ostentor aufgeführt. Und so steht derselbe Anhänger nun mit neuem Plakat zum Thema Welttheater an derselben Stelle.

"Wir stehen da in regem Austausch mit dem KuWeBe", so Fachdienstleiterin Jutta Pentling. Auch sie räumt ein, dass man da nicht mit zweierlei Maß messen dürfe. Wie die Sache ausgeht, ist bisher unklar.

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