Landesfeier zum Volkstrauertag

Rohrmeisterei

Es waren nicht wirtschaftliche Interessen oder die gemeinsame Währung, die zur EU geführt haben, sondern der Wunsch nach Frieden. Daran erinnerte Justizminister Thomas Kutschaty am Samstag bei der Landesfeier zum Volkstrauertag.

SCHWERTE

von Von Heiko Mühlbauer

, 18.11.2012, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

 Die Schule, die seit Jahren mit dem Volksbund zusammenarbeitet, gestaltete einen Teil des Programms und konfrontierte die Gäste mit der entscheidenden Frage: "Wozu sollen wir hier über den Tod nachdenken?" Ein Thema, dass sich auch durch die übrigen Reden zog: Was hat der Tag, der im Jahr 1919 eingeführt und 1952 zum Feiertag erhoben wurde, uns heute noch zu sagen? Seit mehr als einer Generation leben die Menschen im Zentrum Europas im Frieden.  Eine Antwort auf die Frage ließen die Schüler bei ihrer Musikauswahl durchblicken: Sie spielten "Zombie" von den Cranberries, einer irischen Band, die sich mit dem Nordirland-Konflikt und damit einem Krieg in Europa auseinandersetzt. Eine Antwort auf die Frage, warum man heute noch an diesem Gedenktag festhält, bot auch Landtagspräsidentin Carina Gödecke in ihrem Grußwort an: "Im 21. Jahrhundert muss das Erinnern bewahrt und gleichzeitig wachgehalten werden."  In einer Zeit, in der Facebook und Twitter das persönliche Hinsehen und Nachdenken oftmals bereits ersetzen, biete der Volkstrauertag die Gelegenheit des Innehaltens und Einkehrens. „Die Frage des Friedens ist keine Frage an die Welt, sondern eine Frage an jeden selbst“, zitierte sie den Philosophen Karl Jaspers.  

 Während die Schüler mit zeitgenössischer Musik und einer kleinen Szene zum Programm beitrugen und die Politiker sich in Reden übten, spielte das Landespolizeiorchester Werke der Spätromantik und schlug so auch musikalisch eine Brücke zwischen den Generationen. 

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