Landgericht Hagen kehrt schrittweise zum Normalbetrieb zurück

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Die Lockerungen während der Corona-Pandemie haben auch das Hagener Landgericht erreicht. Trotzdem wird sich vieles ändern, das Gericht zieht Plexiglas im Verhandlungssaal in Betracht.

Schwerte/Hagen

, 17.05.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch die Gerichte wollen schrittweise zurück zur Normalität. Jetzt gilt es, die Balance zwischen einem geordneten Betrieb und der Minimierung der Corona-Ansteckungsgefahr zu halten.

Zuletzt wurden am Landgericht Hagen vor allem eilige Verfahren und Aufgaben ohne Publikumsverkehr bearbeitet. Seit etwa einer Woche läuft auch der erweiterte Sitzungsbetrieb – also werden mittlerweile auch alle übrigen Verfahren bearbeitet.

Trotzdem müssen weiterhin die Hygieneregeln eingehalten werden und das stellt das Landgericht vor große Herausforderungen – auf den Fluren, in den Verhandlungssälen, aber auch in allen übrigen Bereichen:

  • Zur Vermeidung von Ansteckungsgefahren soll der Publikumsverkehr weiter reduziert bleiben. Das Gericht bittet alle Bürger, das Gerichtsgebäude nur in den notwendigsten Fällen aufzusuchen und alle Angelegenheiten möglichst schriftlich oder telefonisch zu regeln.
  • In den Verhandlungssälen muss der Mindestabstand eingehalten werden. In den kleineren Sälen, in denen dies räumlich nicht möglich ist, werden sogenannte „Infektionsschutzwände“ installiert.
  • Auf den Fluren kann der Mindestabstand nicht immer gewährleistet werden. Deshalb sollten alle Besucher eine Maske tragen (Mund-Nasen-Schutz, Community-Maske sowie Schal oder Tuch). Ab dem 11. Mai gilt die Maskenpflicht im Eingangsbereich, in den Aufzügen und in gesondert ausgewiesenen Bereichen, in denen eine Einhaltung des Mindestabstandes nicht gesichert ist. Masken sind selbst mitzubringen.
  • In den Gerichtsverhandlungen entscheiden weiterhin allein die zuständigen Richter in jedem Einzelfall, ob Masken getragen werden dürfen oder müssen.
  • Es gibt keinen Zutritt für Personen, die Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigen, innerhalb der letzten 14 Tage persönlich Kontakt mit einer SARSCoV-2-infizierten Person hatten oder sich innerhalb der letzten 14 Tage im Ausland aufgehalten haben.
  • Die Bibliothek, der Raucherraum und die Kantine bleiben für den Publikumsverkehr geschlossen.
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