Lehmhaus-Bewohner verpflegten 748 Radfahrer

Fotos aus Westhofen

So ein Andrang herrschte noch nie vor dem sonst eher stillen Lehmhaus am Meinerweg in Westhofen. 748 Radfahrer steuerten am Sonntag auf ihrer Querfeldein-Tour die Diakonie-Einrichtung für erwachsene Menschen mit Intelligenzminderung an. Der Grund? Kraftnahrung und andere Snacks standen dort für sie bereit.

Westhofen

, 17.01.2016, 16:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit Musliriegeln, Bananen, Schmalzstullen und anderen Leckereien wurden die Radler am Verpflegungsstand verwöhnt.

Mit Musliriegeln, Bananen, Schmalzstullen und anderen Leckereien wurden die Radler am Verpflegungsstand verwöhnt.

Gemeinsam mit den Organisatoren versorgten die Bewohner des Lehmhauses ihre Besucher an ihrem Verpflegungsstand.

Die Räder voller Matsch, auch Kleidung und Rucksäcke von oben bis unten bekleckert, stiegen die Radfahrer gut gelaunt von ihren Sätteln. Kälte und Schnee konnten ihnen den Spaß nicht verderben. „Wir fahren uns warm“, verriet Horst Beck aus Olfen mit einem Schmunzeln. Wie die anderen war er in der Frühe in Aplerbeck gestartet, wo der Radsportverein ASC 09 Dortmund Start und Ziel aufgebaut hatte.

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Lehmhaus-Bewohner verpflegen Radfahrer

So ein Andrang herrschte noch nie vor dem sonst eher stillen Lehmhaus am Meinerweg. 748 Radfahrer steuerten gestern auf ihrer Querfeldein-Tour die Einrichtung der Diakonie an, in der erwachsene Menschen mit Intelligenzminderung leben. Gemeinsam mit den Organisatoren versorgten sie ihre Besucher am Verpflegungsstand.
17.01.2016
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Einrichtungsleiterin Martina Steuber-Bodemer wies den Radfahrern am Meinerweg den Weg auf die kleine Rampe zum Lehmhaus.© Foto: Reinhard Schmitz
Von Schnee und Kälte ließen sich die Radfahrer nicht stoppen, die in immer neuen Grüppchen den Meinerweg hinaufkamen.© Foto: Reinhard Schmitz
Fast ist die Verpflegungsstation am Lehmhaus erreicht.© Foto: Reinhard Schmitz
Von Matsch besprenkelt waren die Rucksäcke der Radfahrer.© Foto: Reinhard Schmitz
Ines Arndt (l.) aus Werne und Ute Pankoke aus Unna sind jedes Wochenende auf Radtouren unterwegs, nächstes Mal in Waltrop.© Foto: Reinhard Schmitz
Hart im Nehmen waren die Fahrer, aber auch ihre Räder.© Foto: Reinhard Schmitz
Das Rad geparkt und ab zur Verpflegungsstation am Lehmhaus Meinerweg, wo ein ständiges Kommen und Gehen herrschte.© Foto: Reinhard Schmitz
Matti (12) und Finn (11), die am Morgen schon beim Aufbau des Verpflegungszeltes geholten hatten, schleppten später unentwegt Nachschub aus dem Lehmhaus herbei.© Foto: Reinhard Schmitz
Mit Musliriegeln, Bananen, Schmalzstullen und anderen Leckereien wurden die Radler am Verpflegungsstand verwöhnt.© Foto: Reinhard Schmitz
Von Kälte und Matsch ließen sich die Radler nicht den Spaß verderben.© Foto: Reinhard Schmitz
Stets umlagert war der Verpflegungsstand vor dem Lehmhaus am Meinerweg.© Foto: Reinhard Schmitz
Felix (14) stempelte vor dem Lehmhaus am Meinerweg die Teilnehmerkarten ab, die er teilweise auch hilfsbereit aus den becklekerten Rucksäcken zog.© Foto: Reinhard Schmitz
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Zwei Routen standen für den Rundkurs zur Auswahl: eine 33-Kilometer- und eine 56-Kilometer-Tour, die zusätzlich zwei große Schleifen über Dellwig und den Bürenbruch verlangte. Beide trafen in Westhofen wieder zusammen. „In den vergangenen Jahren war die Verpflegungsstation an der Turnhalle an der Wasserstraße“, berichtete Martina Steuber-Bodemer, Leiterin der Diakonie-Außenwohngruppe im Lehmhaus. 

Weil dort jedoch derzeit Flüchtlinge leben, habe Organisator Harald Lipka bei ihr angefragt: „Wir haben sofort ja gesagt.“ Denn es böte sich nicht nur die Chance auf eine willkommene Abwechslung, sondern vor allem auch für ein Zusammenwirken von Menschen mit und ohne Intelligenzminderung.

Brote mit Schmalz, Käse und Schokocreme für die Radler

Gemeinsam wurden am Morgen im Aufenthaltsraum Brote mit Schmalz, Käse und Schokocreme zum späteren Verteilen geschmiert. Und zwei Bewohner, selbst begeisterte Radfahrer, betätigten sich an der Zufahrtsrampe als Einweiser. Andere verpassten leider die Aktion. Sie waren gleichzeitig von der Evangelischen Kirchengemeinde Westhofen zum Neujahrsempfang eingeladen.

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