Luftsprünge bei Holzener Aktionstag

HOLZEN Wagemutig hängt Emily in den Seilen. Mit ihren rotgepunkteten Socken stößt sie sich ab – und der Trampolinboden katapultiert die Siebenjährige hoch in die Luft. Überschlag inklusive.

von Von Nicole Jankowski

, 30.09.2007, 19:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Was geht?“ hatte Quarterback Peter Blaschke gefragt. Auf der Halfpipe ging es auf jeden Fall hoch hinaus.

„Was geht?“ hatte Quarterback Peter Blaschke gefragt. Auf der Halfpipe ging es auf jeden Fall hoch hinaus.

Die Bungee-Trampolinanlage war beim Holzener Aktionstag begehrter Höhepunkt. Für bis zu neun Meter hohe Luftsprünge standen die Kinder gerne in der Schlange. Doch auch sonst fand der erste Aktionstag auf dem Spiel- und Parkplatz an der Friedrich-Hegel-Straße großen Anklang bei den Holzenern.

Rund 150 Kinder und Jugendliche und etwa 50 Erwachsene fanden den Weg zu Quarterback Peter Blaschke und seinen Mitstreitern, die den Tag gemeinsam mit dem Schwerter Sozialarbeiter Sven Schütt kurzfristig organisiert hatten.

Spielmobil

„Was geht...???“ hatte Blaschke gefragt – und es ging einiges. Auf der Streetsoccer-Anlage von „Schwerte für Kids“ und der mobilen Skater- und Bikeranlage konnten sich die Kinder und Jugendlichen austoben. Das Team des Spielmobils war vor Ort, bastelte Papptiere und schminkte Spinnen und Schmetterlinge auf Kindergesichter.

Auch Leonie hat bereits Farbe im Gesicht, obwohl sie gerade erst gekommen ist. Ihr Bruder Steven tobt schon über das Gelände. „Das ist eine tolle Aktion. Sonst gibt es ja hier wenig Angebote für Kinder“, findet ihre Mutter Sylvia Zentgraf. Auch die Mutter der neunjährigen Anna-Lena ist begeistert: „So etwas sollte öfter stattfinden“, betont sie – und befürwortet ein Stadtteilfest. Das würde das Gemeinschaftsgefühl der Holzener noch mehr fördern.

Resonanz

Als einen ersten Schritt in die richtige Richtung sieht daher Quarterback Peter Blaschke die Aktion, bei der zumindest das Wetter optimal mitspielte. „Ich freue mich, dass hier so viele Kinder und Jugendliche herumwuseln“, so der Quarterback. Auch Erwachsene hätten sich an der Friedrich-Hegel-Straße blicken lassen und sich mit ihm über die spezifischen Probleme in Holzen ausgetauscht. Er sei mit der Resonanz sehr zufrieden.

Gern würde Blaschke im kommenden Jahr den Aktionstag breiter aufstellen. „Da müssen sich dann aber auch Leute aus dem Stadtteil beteiligen“, betont er. So hätten diesmal zum Beispiel ein Würstchen- oder ein Bierstand gefehlt. Auch mehr Angebote für Jugendliche wären optimal, finden die 16-jährige Sabrina und ihre Freundin Sammy. Heute schauen sie den jüngeren Geschwistern zu – mit der Musik, die über den Platz schallt, sind sie allerdings einverstanden. 

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