„Mein Laden 55 plus“: Das steckt hinter dem Antrag der CDU

mlzEinkaufen im Alter

Die CDU stellte im Generationenausschuss der Stadt Schwerte einen Antrag, der das Leben vieler Bürger leichter machen soll. Hierbei kommt moderne Technik zum Einsatz.

Schwerte

, 09.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Antrag „Mein Laden 55 plus“ soll vielen Schwertern das Einkaufen erleichtert werden. Was genau steckt hinter dem Antrag der CDU und was bringt er den Bürgern? Wir klären die wichtigsten Fragen.

? Worum geht es im Antrag „Mein Laden 55 plus“?

Die CDU möchte neue Möglichkeiten für Bürger schaffen, ihren Einkäufen in Schwerte auch im höheren Alter nachgehen zu können. Vor allem Senioren mit Mobilitätseinschränkungen fällt es häufig schwer, den Weg in die Geschäfte selbstständig zu meistern. Gerade für ältere Menschen trägt der Einkauf aber auch zur Pflege sozialer Kontakte bei.

Digitale Einkaufsunterstützungen sollen den betroffenen Bürgern einen Einkauf und soziale Interaktionen trotz fehlender Mobilität ermöglichen.

? Wer steckt hinter dem Projekt?

„Mein Laden 55 plus“ ist ein Projekt des Lehrgebiets Kooperative Systeme an der FernUniversität Hagen. Dort werden bereits seit 2017 digitale Möglichkeiten getestet, wie Senioren beim Einkauf unterstützt werden können. In der Vergangenheit waren bereits Senioren aus Schwerte an der Universität zu Gast und testeten die Entwicklungen.

? Wie funktioniert das Projekt konkret?

Mithilfe einer App, die auf einem Tablet installiert ist, können die Senioren von zu Hause aus virtuell durch den Supermarkt laufen. Ein Helfer erledigt den Einkauf, während eine Kamera am Einkaufswagen das Bild in Echtzeit auf das Tablet überträgt.

Zudem kann auch Kontakt mit dem Nachbarn aufgenommen werden, der gerade ebenfalls einkauft, oder mit dem Verkäufer, um sich beraten zu lassen.

In einem Test-Supermarkt haben 15 Senioren, darunter auch Schwerter Bürger, die Technik bereits erfolgreich erprobt.

? Was ist der Vorteil zum Online-Shopping?

Mithilfe der Technik wird ein sehr reales Einkaufserlebnis ermöglicht, das auch soziale Interaktionen beinhaltet. Zwei Senioren können sogar zusammen digital einkaufen gehen. Selbst bei der Auslieferung des Einkaufs soll es noch die Möglichkeit zu einer Unterhaltung geben, die es bei einer Internet-Bestellung nicht gibt.

? Was hat die Stadt Schwerte davon?

Die CDU wirbt damit, dass „ein solches Projekt auch dazu beitragen kann, Schwertes Ruf als moderne Mittelstadt zu fördern“. Die Stadt könne ein zukunftsweisendes System ohne finanzielle Verpflichtungen etablieren und die digitale Kompetenzbreite erweitern. Durch die Unterstützung immobiler Bürger beim Einkauf, kann zudem der lokale Handel gestärkt werden.

? Wann soll es in Schwerte losgehen?

Die Stadt Schwerte muss eine Pilotpartnerschaft mit der FernUniversität Hagen beschließen, um das Projekt auf den Weg zu bringen. Mit dem Antrag der CDU im Generationenausschuss ist die erste Hürde dafür genommen.

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