Meine WM-Geschichte: Helden in Schwarz-Weiß

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Für ihn werden die Weltmeister von 1974 immer Helden in Schwarz-Weiß bleiben, erzählt unser Redakteur Heiko Mühlbauer. Denn den 2:1-Triumph der deutschen Elf gegen die Niederlande verfolgte er zusammen mit Nachbarskindern vor einem Fernseher, der die Bilder noch nicht in Farbe zeigen konnte. Erzählen auch Sie uns Ihre Geschichte zur Weltmeisterschaft.

SCHWERTE

, 09.06.2014, 14:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Siegtorschütze Gerd Müller (v.l.), Kapitän Franz Beckenbauer, Bundestrainer Helmut Schön und sein Assistent Jupp Derwall bejubeln den Triumph: Die deutsche Elf gewinnt das Finale der WM 1974 im Münchner Olympiastadion gegen die Niederlande mit 2:1.

Siegtorschütze Gerd Müller (v.l.), Kapitän Franz Beckenbauer, Bundestrainer Helmut Schön und sein Assistent Jupp Derwall bejubeln den Triumph: Die deutsche Elf gewinnt das Finale der WM 1974 im Münchner Olympiastadion gegen die Niederlande mit 2:1.

Nun muss man zugeben, Farbfernsehen war zu Beginn der 1970er Jahre keine echte Seltenheit mehr. Aber in unserem Zehn-Parteien-Haus, gab es eben nur einen einzigen Farbfernseher - und der stand nun einmal nicht bei uns. Bereits zur Olympiade, zwei Jahre zuvor, hatten die Nachbarn im dritten Stock einen wunderbaren T1200-Color von Grundig erworben. Ein Meisterwerk der bundesdeutschen TV-Technik. Die Anschaffung hatte eine nie gekannte Solidarität im Wohnblock erzeugt. Ab sofort traf man sich zum damals noch völlig unbekannten Rudel-Gucken im dritten Stock. Allerdings - und hier wird die Sache bitter - aufgrund kleiner Wohnzimmerzuschnitte und großen Andrangs ohne den Nachwuchs.

So saßen wir Kinder vor dem plötzlich verwaisten Schwarz-Weiß-Gerät der Marke SABA in unserem Wohnzimmer. Und so sah ich an jenem 7. Juli eine schwarz-weiße deutsche Elf gegen eine gräuliche niederländische Mannschaft kicken. Der Freude über den Sieg tat das keinen Abbruch. Nur in meinen Erinnerungen, da war eben niemals jemand im Oranje-Trikot im Einsatz gewesen. Übrigens: Für die Kinder im Haus gab es einen Ausgleich. In den Weihnachtsferien ein halbes Jahr später durften wir den Farbfernseher nutzen. Gut, Fußball war da nicht im Angebot. Dafür aber der obligate Weihnachtsvierteiler. Der hieß 1974 „Zwei Jahre Ferien“ und wird in meinen Erinnerungen immer farbig bleiben.  

Haben Sie sich ein Ticket für ein Spiel in Brasilien besorgt? Haben Sie eine „WM-Ecke“ in Ihrem Garten eingerichtet, wo Sie jedes Spiel gucken? Fiebern Sie mit einem ausländischen Team mit? Was ist die erste WM, an die Sie sich erinnern? Sind Sie zufällig am 7. Juli 1974 geboren, als Deutschland Weltmeister wurde? Sammeln Sie deutsche oder ausländische Nationalmannschafts-Trikots? Oder „Panini“-Bildchen? Oder sind Sie ein Fußball-Muffel, der sich während des Turniers im Keller einschließt? Wir wollen abbilden, wie die Region die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien erlebt: Erzählen Sie uns Ihre WM-Geschichte! Schreiben Sie uns eine Mail - gerne auch mit einem "Beweis-Foto" - an

. Vergessen Sie dabei nicht folgende Fragen zu beantworten:

  • Wer sind Sie?
  • Aus welcher Stadt kommen Sie?
  • Sind Sie Fußball-Fan oder -Muffel?
  • Zu welchem Land halten Sie?
  • Was ist Ihre WM-Geschichte: Welche Erinnerung haben Sie an vergangene Turniere und wie werden Sie dieses erleben?

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