Metall-Messe: Nachwuchsförderung wird immer wichtiger

SCHWERTE Das Geschäft boomt, doch der Nachwuchs fehlt. Jahrzehntelang war Stahl das Sorgenkind der Schwerter Wirtschaft. Jetzt erlebt die Branche einen Aufschwung und steht schon vor einem neuen Problem.

von von Heiko Mühlbauer

, 06.06.2008, 16:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Um auch in Zukunft die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten erfüllen zu können, wird nun vermehrt nach Wegen gesucht, junge Leute für metallurgische Berufe zu begeistern.

Um auch in Zukunft die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten erfüllen zu können, wird nun vermehrt nach Wegen gesucht, junge Leute für metallurgische Berufe zu begeistern.

Das heimische Stahlunternehmen wirbt bereits an Schulen für die Ausbildung zum Ingenieur für Metallurgie und Werkstofftechnik. So unterhält man eine Partnerschaft mit dem Friedrich-Bährens-Gymnasium, um bereits Schüler für den Beruf mit (derzeit) guter Karriere-Aussicht zu gewinnen. Außerdem habe man aktuell zwei junge Leute in einem Verbundsstudium, so Birkhäuser. „Die sind uns hinterher sicher.“ Denn die wenigen Absolventen der drei Unis in Deutschland würden meist von den großen Konzernen angeworben. Ansonsten konnte sich Messeorganisatorin Brigitte Drees von der TWS freuen: Mit 35 Ausstellern hatte man die Kapazitätsgrenze erreicht. Weitere Interessenten mussten vertröstet werden.

Die Mischung war ausgesprochen bunt, von den großen wie Hoesch, Thyssen und Hundhausen bis zu kleinen Spezialfirmen, wie der LS-GmbH, die Spezialmesssysteme für Bleche herstellt. Daneben Vertreter aus Wissenschaft und Verbänden. Und auch der Heureka Erfinderclub des FBG durfte seine Arbeit präsentieren. Dabei hatte man zumindest einen Lösungsansatz, zum Auffangen von Öl in der Stahlproduktion in petto. Die Schülerinnen und Schüler hatten Windeln aufgemacht und das Kunststoffgranulat entnommen. Mit dem Pulver könnte man Öl sauber vom Stahl trennen, glauben sie. Denn immerhin könne eine Windel auch 1200 ml Flüssigkeit aufnehmen.

Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Coronavirus in Schwerte
Krankschreibungen und Tests: „Wir sind am Limit!“ - Schwertes Ärztesprecher schlägt Alarm