Millionenschwerer Zuschuss für Schwerter Schulen

"Gute Schule 2020"

Schwerte bekommt mehr Geld für Schulen: Bis 2020 sollen über drei Millionen Euro fließen, die die Stadt in die Sanierung und den Ausbau der Schulen stecken kann. Das Geld kommt vom Land, der Zuschuss ist Teil des Programms „Gute Schule 2020“. Wie genau profitieren die Schulen von der Finanzspritze?

SCHWERTE

, 04.10.2016, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Millionenschwerer Zuschuss für Schwerter Schulen

Im Schulzentrum Nordwest, Am Bohlgarten, wir die neue Gesamtschule angesiedelt. Das Geld vom Land könnte für den Aus- und Umbau der Räume verwandt werden.

„Schwerte erhält bis zum Jahr 2020 ein Kreditkontingent in Höhe von insgesamt 3.665.902 Euro. Pro Jahr sind das 916.475 Euro“, sagte Landtagsabgeordneter Hartmut Ganzke am Dienstag. Mit dem Geld wolle die NRW-Landesregierung einen Anschub geben und dem „erheblichen Handlungsbedarf“ gerecht werden. Dieser wurde vor allem in diesem Frühjahr in den Medien diskutiert. In den kommenden vier Jahren stellt das Land Nordrhein-Westfalen nun also insgesamt zwei Milliarden Euro bereit, um Schulen zu sanieren und moderner auszustatten.

Geld bedeutet Planungssicherheit

Erster Beigeordneter und Schuldezernent Hans-Georg Winkler zeigte sich erfreut über das zusätzliche Geld, das nun jährlich bis 2020 winkt und als Beschluss nur noch durch den Landtag muss. Denn für die Stadt bedeute es vor allem Planungssicherheit. „Das ist eine gute Summe, die wir benötigen für Dinge, die wir jetzt vor der Brust haben“, sagt Winkler.

Bisher hat die Ruhrstadt vom Land für ihre Schulen nur eine sogenannte Schulpauschale von 1,3 Millionen Euro jährlich bekommen. Die Pauschale habe nie gereicht, sagt der Schuldezernent. Die Instandhaltung der teilweise sehr alten Gebäude habe die Stadt bisher zu großen Teilen aus eigener Tasche bezahlen müssen – so beispielsweise bei der Gesamtschule Gänsewinkel oder Aula und Mensa des Friedrich-Bährens-Gymnasiums.

Ausbau des Schulzentrums möglich

Wo die Stadt das zusätzliche Geld investieren wird, steht noch nicht fest. Schuldezernent Winkler hält einen Ausbau des Schulzentrums Nordwest für die neue Theodor-Fleitmann-Gesamtschule für möglich. Auch dem wachsenden Raumbedarf der Offenen Ganztagsschule müsse die Stadt gerecht werden. „Außerdem müssen wir etwas für die Grundschulen tun“, sagt Winkler – schließlich habe man sich bisher bei den weiterführenden Schulen engagierter gezeigt.

Ab Januar 2017 steht der Antragsbogen für die Kommunen zum Download bereit. Bis dahin werde man mit dem Zentralen Immobilienmanagement der Stadt und der Schulverwaltung eine Prioritätenliste erstellen, sagt Winkler.

Diese Liste müsse der Rat absegnen und einen Antrag für ein Sanierungs-, Modernisierungs- oder Ausbauprojekt bei der NRW-Bank stellen. Die Bank gibt der Kommune dann ein Darlehen; das Land übernimmt in diesem Fall die Zinsen und auch die Tilgung. Das Programm Gute Schule 2020 umfasst insgesamt zwei Milliarden Euro.

Hintergrund
Es handelt sich um Kredite der NRW-Bank, die vom Land getilgt werden. Von 2017 bis 2020 werden jährlich 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Gefördert werden neben Baumaßnahmen an Schulen auch deren Ausstattung und digitale Infrastruktur.

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