Missbrauch in zwei Fällen: Angeklagter streitet alles ab

Landgericht Hagen

Sie war gerade fünf Jahre alt, als Uwe W. zum ersten Mal widerwärtige sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen haben soll. Seit Freitag muss sich der 35-jährige Schwerter wegen schweren sexuellen Missbrauchs vor dem Hagener Landgericht verantworten.

SCHWERTE

von Von Jana Peuckert

, 25.03.2011, 15:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nie sei der Angeklagte mit dem Mädchen alleine gewesen. Beziehungen zu Frauen habe es im Leben ihres Sohnes nicht gegeben. „Er wollte nie eine Freundin. Da hielt er nicht viel von. Er wollte nie so an Mädchen dran.“ Die Mutter des mutmaßlichen Opfers schilderte, wie sehr sich das Mädchen verändert hatte. „Vorher war sie ein fröhliches Kind. Jetzt geht es ihr schlecht. Die ist zurückgefallen und meint, dass sie ein Baby ist. Seit zwei Wochen ist sie in der Psychiatrie.“ Erst nach und nach habe ihre Tochter von den Vorfällen berichtet.

„Irgendwann hat sie es erzählt. Ich war schockiert. Da hab ich ihn angerufen und zur Rede gestellt. Er hat es abgestritten.“ Etwa drei Monate nachdem sich das Mädchen geäußert hatte, seien sie weggezogen. „Es ging nicht mehr. Sie hat angefangen, sich einzumachen. Wenn wir an seinem Haus vorbeigefahren sind, sagte sie immer ,da wohnt der böse Uwe‘“, erklärte die 27-Jährige. Am 11. April wird der Prozess mit weiteren Zeugen fortgesetzt.

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