Mitarbeiter der Molkerei tauschten im Hinterhof Milchprodukte gegen Schnaps

mlzHäuser erzählen

Die lange alte Laderampe in einem Hinterhof an der Karl-Gerharts-Straße erinnert noch heute an die Schwerter Molkerei. Bis Ende der 50er-Jahre wurde dort Milch angeliefert und verkauft.

Schwerte

, 02.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Edelstahlbleche mit dem typischen Pfauenaugen-Schliff sucht man vergebens. Aber die alte Laderampe verrät, dass der Hinterhof an der Karl-Gerharts-Straße 35 ursprünglich die Schwerter Molkerei beherbergte. Ihr Wagen holte bei den Bauern die Milch ab, die an Geschäfte weiterverkauft wurde.

Ende der 50er-Jahre war Schluss

Doch schon Ende der 50er-Jahre – so berichtet Landwirt Heinrich Krumme – wurde der Betrieb stillgelegt. Zuletzt hatte er nur noch die hinteren Gebäude genutzt, in denen heute eine Musikschule und der Büroshop untergebracht sind.

Der vordere Teil war an die Ruhrkellerei vermietet, die dort Edelkirsch, Steinhäger und andere Schnäpse produzierte. „Währung“ für einen regen Tauschhandel der Mitarbeiter, die vom Molkerei-Gehilfen im Gegenzug mit Milch, Joghurt, Butter und Trockenpulver versorgt wurden.

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